Austausch zu aktuellen Herausforderungen in der Pflege

|   Kreis Borken

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt sich zunehmend auch für die Betreuung von pflegebedürftigen und behinderten Menschen, gerade auch in den stationären Einrichtungen, als besondere Herausforderung dar. Um sich zur aktuellen Situation im Kreisgebiet und den bisherigen Erfahrungen auszutauschen, haben sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Senioren-, Pflege-, und Behinderteneinrichtungen mit der WTG-Behörde (ehemals Heimaufsicht) und dem Gesundheitsamt des Kreises Borken getroffen. Dabei ging es auch um die vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW herausgegebene "CoronaAufnahmeVerordnung", die am vergangenen Wochenende herausgegeben wurde und in Kraft getreten ist.

Landrat Dr. Zwicker und Kreisdirektor Dr. Hörster hatten die Einrichtungen im Kreisgebiet insbesondere deswegen direkt zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch eingeladen. Alle Beteiligten waren gleichermaßen von der Verordnung überrascht worden, die ohne vorherige Ankündigung keine Möglichkeit zur vorherigen Planung und Vorbereitung gegeben habe. Die Kritik an der Art und Weise sowie am Inhalt und an der praktischen Umsetzbarkeit der Verordnung ist auch bereits vom Kreis Borken an das Land herangetragen worden.

In der "CoronaAufnahmeVerordnung" schreibt das Ministerium nun beispielsweise im Rahmen des "Entlass- und Aufnahmemanagements" vor, welcher stringente Ablauf zu beachten ist. So muss etwa ein mit dem Coronavirus infizierter Bewohner nach einer Krankenhausbehandlung auf jeden Fall wieder in der Einrichtung aufgenommen werden. Dabei müssen ggf. bestimmte Quarantäne- und Isolationsvorgaben umgesetzt werden. Auch muss zwingend vor Wiederaufnahme in der Einrichtung zuvor im Krankenhaus ein Corona-Test gemacht werden. Weiterhin ist nunmehr zur Vermeidung von Infektionsketten vorgesehen, dass innerhalb jeder Einrichtung getrennte Bereiche geschaffen werden müssen. Darüber, wie eine Umsetzung dieser Vorgaben zur weiteren Minimierung von Infektionsrisiken in den Einrichtungen aussehen könnte, tauschten sich die Einrichtungsträger mit den Fachleuten aus der Kreisverwaltung aus. Einig war man sich, dass alles darangesetzt werden müsse, um die bewährte häusliche und stationäre Pflege so lange wie irgend möglich aufrecht zu halten und auch infizierten Betroffenen eine gute Betreuung und Versorgung möglichst in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.

Der Kreis Borken will dazu die Träger und Anbieter im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen, unter anderem logistisch und beim weiteren Austausch. Gemeinsam werde versucht, den mit der Ausbreitung des Virus einhergehenden Herausforderungen gerecht zu werden.

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