Ausflug zu den Wildpferden

|   Stadtlohn

„Oh, das hab´ ich nicht gewusst. So viele Wildpferde“ , war das Erste, was Leonie beim Aussteigen aus dem Bus in Dülmen-Merfeld erstaunt sagte. Die Försterin Rovenkamp vom Wildpferdegehege des Herzogs von Croy begrüßte vierzig Kinder und Jugendliche mit ihren Begleitern aus der Johannes-Reithalle und führte sie zu der Herde mit etwa 380 Wildpferden.

Die Kinder konnten einige Fragen beantworten, die die Försterin  zu den Wildpferden stellte.  Dies war aber eine andere Welt, nicht die Johannes-Reithalle in Stadtlohn mit den neun Therapiepferden. Der Mensch, so die Försterin, greift hier in die Natur nicht ein.  Zu den Wildpferden kommt kein Hufschmied. Die Wildpferde haben weitgehend naturbedingt gesunde Hufe. Sie sind hart. Nur  in langandauernden, strengen Wintern müssen wir zufüttern.  Ansonsten leben die Wildpferde von dem, was das große Wildgehege anbietet. Die Pferde fressen auch das, was sie brauchen, besonders wenn sie krank sind. Begeistert erzählte die Försterin den Besuchern von den Stuten, Hengsten und den Jungtieren, den  Fohlen. Dass die Stuten zum Großteil nur einen halben Schweif hatten, konnte niemand erklären. „Die Fohlen“,  so die Försterin, „ hängen sich oft an das Muttertier, um es nicht zu verlieren.“ Über eine Stunde zog die Försterin  Rovenkamp die Kinder und die Begleiter durch ihren Vortrag bei den Wildpferden  in ihren Bann.

Nach der Rückkehr an der Johannes-Reithalle wurde noch gegrillt. Gegen 15 Uhr konnten  die Leiterin  Stefanie Schötteler und die weiteren Begleiter die Kinder entlassen. Die Johannes-Reithalle hatte eingeladen, um allen für ihre ehrenamtliche Mithilfe im Reittherapiezentrum Stadtlohn  und beim sonntäglichen Ponyreiten zu danken. Der Verein Fortuna will in Zukunft neben den Reitangeboten auch  häufiger erlebnis- und bildungsorientierte  Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche anbieten, um auch Integration und Inklusion zu stärken.

 

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