Ausbildung in Vreden

|   Vreden

Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Unternehmen, der weiterführenden Schulen und der Stadtschulpflegschaft waren der Einladung der Ausbildungs-AG ins N-Joy gefolgt, um sich über "Ausbildung in Vreden" zu informieren und weitere mögliche Maßnahmen und Projekte zu besprechen. Unternehmen konkurrieren zunehmend um Auszubildende, auch finanzielle Anreize sind mittlerweile kein Tabu mehr. Der Erste Beigeordnete der Stadt Vreden, Bernd Kemper, wies auf das voraussichtlich noch größer werdende Problem hin, dass Ausbildungsplätze nicht besetzt werden können, weil es an geeigneten Bewerbern fehlt. "Der Kampf um die Azubis hat längst begonnen", daher sei eine offensive, ganz bewusste und gemeinsame Arbeit für dieses wichtige Thema erstrebenswert.

Als ersten Punkt nannte er das "Vredener Modell". Über 50 Unternehmen präsentieren sich bereits auf der Internetseite , um sich und ihre verschiedenen Ausbildungsberufe und Praktikums- und Ausbildungsstellen vorzustellen. "Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Unternehmen mitmachen", so die städtische Mitarbeiterin Anja Heufekes bei der Vorstellung des Internetauftritts. Neben den Unternehmen sind auch die weiterführenden Schulen mit ihren StuBo´s (Studien- und Berufswahlkoordinatorinnen und -koordinatoren) genannt, sie sind die Ansprechpartner für Berufs- und Studienorientierung und für die Berufswahlprozesse in den Schulen.

 Aus den Reihen der Besucher kamen einige Vorschläge, so zum Beispiel im Namen das Wort "Ausbildung" mit aufzunehmen, mehr über soziale Medien zu werben und die Berufsschulen einzubeziehen. Vom Arbeitsgruppenmitglied Nils Waning wurde der nächste Vorschlag der Ausbildungs-AG vorgestellt, eine Serie mit der Vorstellung von einzelnen Berufen im Vredener Anzeiger.

In Vreden werde eine Vielfalt von Berufen angeboten, viele der Berufe seien aber wenig oder gar nicht bekannt. Damit Jugendliche und Ausbildungsbetriebe noch besser miteinander in Kontakt kommen können, hatte die Ausbildungs-AG als nächsten Punkt die Durchführung einer Vredener Ausbildungsmesse, einer "Findungsmesse" so Bernd Kemper, vorgeschlagen. Alle Ausbildungsbetriebe, somit auch Einzelhändler und Gastronomen könnten teilnehmen, die Veranstaltung könnte für Schülerinnen und Schüler verpflichtend organisiert werden. Dies sei jedoch nur eine erste Idee, die mit Firmenvertretern und den Stubo´s weiter entwickelt werden könnte.

 "Die Jugendlichen mit ins Boot nehmen", "Den Nerv der Jugend treffen", aber auch Vorschläge, die Eltern miteinzubeziehen, wurden aus den Reihen der Gäste vorgebracht. Arbeitsgruppenmitglied Franz-Wilhelm Frankemölle berichtete vom "Schülertag", der sehr arbeitsaufwändigen Organisation und den anschließenden positiven wie negativen Kritiken. Es sei vorgesehen, den Schülertag neu zu organisieren, dafür sei aber wichtig zu erfahren, ob noch Interesse an dieser Art der Betriebsbesichtigungen bestehen würde. Er bat darum, dass die Unternehmen, die sich am Schülertag beteiligen möchten, sich kurzfristig melden möchten (s. Fragebogen).

"Auch beim Jobcenter der Stadt Vreden werden junge Menschen bei der Berufsfindung betreut", berichtete Brigitte Sicking vom Jobcenter der Stadt Vreden. Aktuelle werden noch rund 20 junge Männer und Frauen betreut, die zum 1.8.2018 einen Ausbildungsplatz suchen. Interessierte Unternehmen können sich an die Stadt Vreden, Jobcenter Brigitte Sicking oder Hanns Schemmick wenden. Gemeinsam einen Mehrwert für die gesamte Vredener Ausbildungslandschaft zu schaffen, dieses Ziel könne die Ausbildungs-AG nur gemeinsam mit den Vredener Unternehmen erreichen, mit diesem Appell beendete Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch die gut besuchte Veranstaltung im N-Joy.

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