Absolventen des Canisiusstifts gehen "ihren Weg"

|   Ahaus

Am Berufskolleg Canisiusstift Ahaus wurden am letzten Freitag und Samstag 152 Absolventen feierlich verabschiedet. In diesem Jahr standen die Abschlussveranstaltungen ganz unter dem Motto „Ich geh´ meinen Weg“. Teil der Abschlussveranstaltungen war auch diesmal der gemeinsame Gottesdienst  in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Ahaus mit den Absolventen,  ihren Angehörigen, ihren Lehrern/Lehrerinnen und der Schulleitung. Anschließend wurden die Abschlusszeugnisse in gesonderten Feiern von Schwester Maria Manuela Gockel als Schulleiterin und den Klassenlehrinnen und Klassenlehrern den Absolventen überreicht.

Zu Beginn der Feiern beglückwünschte Schwester Maria Manuela Gockel alle Absolventen ganz herzlich zu ihrem Abschluss und dankte allen, die die Feiern vorbereitet hatten, mitwirkten und sich engagiert hatten, dass die Abschlüsse gelingen konnten. Sie freute sich, dass an dem erstmalig vom Berufskolleg angebotenen Praktikum Erasmus+ mit Praktikumsstellen im europäischen Ausland 23 Absolventen teilgenommen haben.   Zu ihrer weiteren Ansprache ließ sie sich vom Motto der Abschlussfeiern „ Ich geh´ meinen Weg“ und dem Bild auf dem Titelblatt des Programms  und der Einladung inspirieren. Ein breiter Farbpinsel coloriert dort einen Weg, der weit ins Bild zum Horizont führt.

Sie regte an, sich der eigenen Lieblingsfarben bewusst zu werden und danach zu fragen, wie die eigenen Farben in die Welt eingebracht werden können, mit welchen Farben man harmoniert oder kontrastiert, vielleicht sogar zu neuen Farben werden kann. Sie gab aber auch zu bedenken, dass man sich fragen sollte, wie man zu der Buntheit und Vielfältigkeit des Lebens steht und mit ihr umgeht. Letztlich käme es nicht nur auf die in der Schulzeit erworbenen Kompetenzen und das Sachwissen für Beruf und Studium an, sondern auf die persönliche Entwicklung, um die anderen in ihrer Vielfalt wahrzunehmen. Abschließend ermutigte sie die Absolventen, ihren Weg zu gehen, für andere wichtig zu sein. Auf ihrem hoffentlich glücklichen und farbenfrohen Weg wünschte sie allen immer eine gute Begleitung.

In ihrem Grußworten bedankten sich die Schulpflegschaftsvorsitzenden Anne Herker-Orthaus und Hartmut Hangen im Namen der Eltern bei der Schulleitung, den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Mitarbeiter/innen, die die  Absolventen bis zu ihren Abschlüssen begleitet haben. Als Eltern müsse man akzeptieren, dass Kinder ihren eigenen Weg gehen. Dabei könne man sie fördern, vielleicht mal auffangen, wichtig sei es aber, dass die Kinder selbstständig wieder aufstehen, auch wenn sie den Aufprall gespürt haben. Denn so ein Lebensweg sei nicht nur vielfältig und bunt, sondern manchmal auch steinig. Aber es gebe auf Seiten der Eltern und der Kinder keinen Grund zu Ängstlichkeit für einen solchen eigenen Weg. Neugier, gepaart mit Wissen und zunehmender Erfahrung sei da eine gute Mischung. Auf diesem Weg sollten sie auch keine Ja-Sager sein, wenn es offensichtlich in die falsche Richtung gehe oder man in eine falsche Richtung gedrängt werde. Für ein Nein müsse man dann die nötige Stärke haben.

Die  Schülersprecher Carla Pieper, Eric Tenhumberg, beide FSPU, und Melek Sürmeli, AHE 13 A, beglückwünschten alle Absolventen im Namen der Schülerschaft, dankten gleichzeitig Schulleitung, Lehrer/innen und allen Mitarbeitern des Berufskollegs für die vergangenen Schuljahre. Sie verglichen das Leben mit einer langen Zugfahrt, auf der man nach einer längeren Stecke  ab und zu umsteigen müsse. So sei es auch jetzt mit der Schulzeit. Es gelte dem „Zugpersonal“ und den „Zugführern“ zu danken, sich von liebgewordenen Mitfahrern zu verabschieden, mit einigen fahre man sicherlich auch weiter, und man müsse schauen, dass man nicht das Ziel aus den Augen verliere. Aber auf das Umsteigen und auf den weiteren, sicherlich spannenden Weg sei man vom „Zugpersonal“ und der „Zugleitung“ gut vorbereitet worden. 

Einen stimmungsvollen Einstieg in die Abschlussfeiern gaben Kathrin Overkamp (Gesang) und die Gitarren-AG der FSP-O unter der Leitung ihrer Musiklehrerin Annette Niehues mit „Wir sind“ von W. Weiss sowie das Bläserquartett aus der AHE 12 mit „The Rose“ nach B. Midler und A. McBroom. Eine anspruchsvolle Tanzchoreografie boten Schüler*innen der FOS 12 unter dem Titel „We´re all in this together“ aus dem „High School Musikal“. Mit ihrem Tanz- und Akrobatikprogramm „ABIroad“ mit mutigen Sprungeinlagen , sogar mit einem Salto unter der recht niedrigen Bühnendecke, zeigte die AHS 11, was sie unter der Leitung ihres Sportlehrers Mathias Krüskemper einstudiert hatten. Mit „Spoken Words“ charakterisierten Schülerinnen der AHE 13 A unter der Leitung ihrer Deutschlehrerin Nina Werpers  rasant, witzig und kritisch den Schulalltag.

„Sagen Sie jetzt nichts …“ hieß es zum Abschluss. Die Schüler*innen der AHE 11 hatte unter der Leitung ihrer Deutschlehrerin Nina Werpers eine Fotopräsentation vorbereitet. Dazu hatten sie ihre Klassenlehrer*innen z. B. gefragt, warum sie Lehrer*in geworden sind. Antworten durften diese nur mit ihrer Mimik und Gestik,  die mit Fotos dokumentiert wurden. Die Ergebnisse sorgten natürlich für große Erheiterung im Publikum.  Alle Programmpunkte fanden beim Publikum großen Anklang und wurden mit langanhaltendem Beifall bedacht. Vier Absolventen der gymnasialen Oberstufe wurden von der Schulleiterin Schwester Maria Manuela Gockel und der Abteilungsleiterin Dorothe Küster für ihre besonderen Leistungen gesondert geehrt. Jakob Terbrack schloss sein Abitur mit der Durchschnittsnote 1,3 , Lilly Bott mit der Note 1,4 , Sebastian Martschei mit der Note 1,4  und Stefan Sieverding mit der Note 1,4 ab.

Gleichzeitig wurde hervorgehoben, dass es wieder viele besondere Leistungen am Berufskolleg Canisiusstift Ahaus gegeben habe. Als Berufskolleg in katholischer Trägerschaft der Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel hat diese Schule nicht nur die Notenbesten im Blick. Allen wurden gratuliert und gedankt,  die trotz  Widrigkeiten durchgehalten haben oder über Umwegen einen längeren Weg zum Abschluss gegangen sind, denen, die das Beste aus sich herausgeholt haben, denen, die mit Spaß und Elan andere mitgerissen haben, denen, die immer zur Stelle waren, wenn es etwas zu tun gab, für einen Mitschüler/eine Mitschülerin, für die Klasse, für die Schule, denen, die sich außerhalb der Schule stark engagieren und ihr Pensum an der Schule trotzdem geschafft haben und vielen anderen mehr. Es gibt aber auch die, die während der Schulzeit zu der Einsicht und zum Entschluss gekommen sind, dass es für sie gut ist, andere Wege zu gehen.

Zum Abschluss lud Schwester Maria Manuela Gockel zum traditionellen Sektumtrunk.  Dabei gab es schon viel Vorfreude auf die Aufschlussfeiern an den folgenden Abenden.

 

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