77 Jahre Freiheit und Frieden an der Grenze

|   Vreden

Ein Mahnmal der Kriegsopfer des Zweiten Weltkrieges aus Buurse wurde würdevoll in Buurse eingeweiht und soll an die Opfer des Zweiten Weltkrieges erinnern. Mit ca. 700 Gästen konnte das Komitee Buurse, Heimatverein Alstätte und der Heimatverein Lünten die Erinnerungen an die Kriegswillkür wachhalten.

"Wenn die Erinnerungen abreißen, bleibt uns nicht bewußt, wozu der Mensch fähig ist," so gedachten sie alle Opfer der Kriege aller Nationen, bes. die Menschen, die den Krieg in der Ukraine und Rußland nun erleben. Vor 2 Jahren wollte eigentlich das Komitee 75 Jahre Freiheit und Frieden feiern, aber Corona bremste das Fest aus. 

Sie gedachten nun am Sonntag, den 26. Juni22 mit Musikdarbietungen und Wortbeiträgen beiderseits der Grenze die regionalen Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg hier im Grenzraum. 

Tiefe emotionale Lebensgeschichten wurden vorgetragen, eine davon war die von Gerhard Olbering.

 Gerhard Olbering erzählte die Lebensgeschichte seiner Familie in den Kriegsjahren in Buurse. Das Anwesen von der Fam. Olbering befand sich in Buurse in Holland, direkt an der Grenze, wo sich heute der Lohnbetrieb Schroer befindet. Die Eltern Anton und Anna Olbering hatte 4 Kinder- eine Tochter Wilhelmine und drei Söhne Gerhard, Hermann und Hannes, die alle in Buurse in der Kirche getauft worden waren. Gerhard sprach im Namem der Familie der Buurser Gemeinde einen tiefer Dank aus. Sie hätten seine Mutter Anna, geb. Liesbrock viel Unterstützung gegeben, nachdem sein Vater in Krieg war. Im Jahre 1948 erhielten sie die traurige Nachricht, dass der Vater am 3. März 1947 mit 38 Jahren in russischer Gefangenschaft in Odessa am Schwarzen Meer an Hungertyhus verstorben war. Diese Nachricht bekam die Familie persönlich von einem Kamerad ihres Vaters, Hubert Woltering aus Ahaus Wüllen. Die Familie Olbering ist tief gerührt, dass die Gemeinde Buurse den Name ihres Vaters auf die Erinnerungstafel der Opfer aus dem Zweiten Weltkrieg aus Buurse verewigt hat. 

Das Buch "Over de Grens" von Ria Hartgerink, die viele Geschehnisse in den Kriegsjahren rund um die Grenze  zusammengetragen hat, wurde vorgestellt und konnte erworben werden. Sie las aus dem Buch die Geschichte der Familie Terhürne vor. Sehr emotionale Musikdarbietungen mit Kapellen und Gesangvereinen beiderseits der Grenze gab den Tag eine ganz besondere musikalische Note.

Das Gedicht von Anton Terhürne - Jösner "Krieg - Warum?  Krieg is nich so Gott will, Krieg is Düwelsspill" wurde vorgetragen und beinhaltet die schrecklichen Seiten des Krieges und ruft zum Frieden auf.   

Freiheit und Frieden ist ein sehr hoher Gut, das wurde allen an diesem Nachmittag bewußt und alle schauten auf diese 77 Jahre Freiheit und Frieden mit großer Dankbarkeit zurück.

Eigentlich will jeder Mensch das Gleiche für sich, seine Familie und sein Land in Freiheit und Frieden leben. 

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