50 Jahre Stadt Vreden – Amt Ammeloe

|   Vreden

Zu einem Vortrag mit Dr. Hermann Terhalle hat der Geschichtsarbeitskreis des Heimatvereins Lünten am vergangenen Sonntag ins Lüntener Pfarrheim geladen. Dr. Terhalle referierte anschaulich und äußerst kompetent über den Zusammenschluss von Vreden und Ammeloe, ausführlich über die Zeit davor und über die Entwicklung, die diese Neuordnung mit sich brachte.

Zunächst war die Haltung des Ammeloer Rates ablehnend, zumal Ammeloe über hohe finanzielle Rücklagen verfügte. Vreden besaß zahlreiche Einrichtungen, die nicht nur der eigenen Bevölkerung dienten, sondern auch den Bewohnern der Gemeinde Ammeloe zu Gute kamen - wie das Gymnasium, das Krankenhaus, Sportstätten und nicht zuletzt die Industriebetriebe mit ihren Arbeitsplätzen. Die Entwicklungsplanungen zeigten jedoch, dass Vreden durch sein kleines Stadtgebiet sehr eingeengt war. Die Gemeinde Ammeloe besaß kein eigenes Zentrum und hatte seit jeher den Verwaltungssitz in Vreden. Neue Industrieflächen konnten im alten Stadtgebiet nicht mehr ausgewiesen werden, Möglichkeiten hierzu boten nur die ehemaligen städtischen Kuhweiden, die aber lagen auf dem Gebiet der Gemeinde Ammeloe. Vreden war aus verständlichen Gründen für den Zusammenschluss, die Gemeinde Ammeloe aber war für die Beibehaltung der Eigenständigkeit.

Doch die Möglichkeit eines freiwilligen Zusammenschlusses war zeitlich begrenzt. Dass es dann bereits im Jahre 1969 zu einem Zusammenschluss kam, ist den beiden damals Hauptverantwortlichen zu verdanken, dem Vredener Stadtdirektor Erich Lenfers und dem Ammeloer Gemeindedirektor Paul Kemper. Eine „Win-Win“-Konstellation, wie es zu Neu-Deutsch heißt, sei diese Kommunalreform Vreden – Ammeloe. Damit beendete Dr. Hermann Terhalle seinen Vortrag, für den er viel Applaus erhielt.

 

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