400 Ahauser Jugendliche diskutieren über aktuelle Themen

|   Ahaus

Die Themen Cybermobbing, Soziale Medien, Medienkompetenz, Pubertät und Sexualität standen im Juni für etwa 400 Jugendliche aus Ahauser Schulen auf dem Programm. Der Fachbereich Jugend der Stadt Ahaus hatte die Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 15 Jahren zu den Präventionstheaterstücken "RAUSGEMOBBT 2.0" und "upDATE" in die Ahauser Stadthalle eingeladen.

200 Jugendliche des 6. Jahrganges der Ahauser Irena-Sendler-Gesamtschule befassten sich am 7. Juni mit den wichtigen Themen Medienkompetenz, Mobbing und insbesondere Cybermobbing. Das Theaterstück "RAUSGEMOBBT 2.0." konfrontierte sie mit den Fragen "Was würdest du alles tun, um dazuzugehören?", "Was erträgst du?" und "Wann ist man eigentlich cool?"

Die Jugendlichen wurden zum einen darauf sensibilisiert, welche persönlichen Auswirkungen und Folgen Beleidigungen, Bedrohungen und sexuelle Belästigung für die Opfer haben und zum anderen mit welchen rechtlichen Konsequenzen Täter/innen von Cybermobbing rechnen müssen.

Einen Tag später, am 8. Juni, folgten 200 Schüler/innen des 7. und 9. Jahrgangs der Ahauser Anne-Frank-Realschule der Einladung zum Theaterstück "upDATE". "Warum bekommt dein Selfie mehr Likes als meins?", "Warum ist das Leben so viel hässlicher als auf den Fotos bei Instagram?", "Was ist eigentlich Sexting?", "Lernt man Küssen auf Youtube? Und wenn ich es kann, wer filmt mich dann dabei?"

Humorvoll überspitzt, ohne den Ernst der Hintergründe außer Acht zu lassen, zeigt "upDATE" das tägliche Schulchaos online und offline auf und macht deutlich, dass ein dauerndes Gefühlsdurcheinander in der Pubertät ganz normal ist und man lernen kann, damit umzugehen.

Das Theaterstück widmet sich den Peinlichkeiten, Ängsten und dubiosen Irrtümern während der Pubertät, mit Schwerpunkt auf Sexualität und Soziale Medien. Es thematisiert die Verantwortung und Werte im Umgang mit Daten, Bildern und Filmen im Online-Alltag.

Das Ensemble "Comic on" verzichtet bei seinen Aufführungen auf den erhobenen Zeigefinger. Es möchte die Jugendlichen nachdenklich stimmen und ihnen ermöglichen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und eine eigene Position zu entwickeln.

Auch die anschließenden Gespräche ermöglichten es den Jugendlichen, die Geschehnisse der Aufführungen zu reflektieren und zu erfassen und gemeinsam Antworten auf die Fragen "Was ist Realität?", "Wie hätte die Eskalation verhindert werden können?", "War die Entwicklung absehbar?", "Wer hätte an welchem Punkt eingreifen können?" und "Wer hat "Schuld"?" zu finden.

Der kräftige Applaus nach den Veranstaltungen und das Interesse der 400 Jugendlichen in den jeweils anschließenden Diskussionen bestätigten die Aktualität der Themen. Der Fachbereich Jugend der Stadt Ahaus freut sich über das Interesse der jungen Menschen und darüber, sie für einen bewussteren und verantwortungsvollen Umgang mit den Sozialen Medien und eigenen Daten sensibilisiert zu haben.

Weitere Termine für Ahauser Schulen sind für Oktober geplant.

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