Zwei Luther-Ausstellungen

|   Ahaus

Am 31. Oktober wird in Deutschland das 500-jährige Jubiläum der Reformation gefeiert. Denn am 31. Oktober 1517 ließ Martin Luther in Wittenberg sein 95 Thesen an die Türen der dortigen Kirchen, unter anderem auch an die Schloßkirche, nageln. 500 Jahre Reformation, diesem Jubiläum wird in den kommenden Wochen auch mit zwei Ausstellungen im Ahauser Kulturquadrat gedacht. In der Stadtbibliothek widmet sich eine Ausstellung den Werken Luthers. Ein Nachdruck der Original-Lutherbibel und weitere historische Werke sind dort in Vitrinen ausgestellt. 

Außerdem hat das Bibliotheks-Team um Leiterin Maria zu Klampen zahlreiche Biographien und weitere zusätzliche Literatur über Luther zusammengetragen. „Luther ist mitverantwortlich für die Entwicklung eines einheitlichen Sprachsystems in Deutschland“, unterstreicht Maria zu Klampen die Bedeutung von Luthers Bibelübersetzung. „Die Übersetzung hat dazu geführt, dass auch untere Schichten das Werk verstehen konnten und sich dafür interssierte, lesen und schreiben zu lernen“, so zu Klampen weiter. Das sei auch heute noch ein Anknüpfungspunkt für Bibliotheken, denn Lesen und Schreiben seien noch immer die wichtigsten Fähigkeiten, um am kulturellen Leben teilhaben zu können. Willy Bartkowski, Pfarrer der evangelischen  Christusgemeinde und Besitzer vieler der ausgestellten Werke, betonte bei der Eröffnung der Ausstellung, dass man Luther nicht allein auf seine Bibelübersetzung reduzieren dürfe. „Der Mann hat viel geschrieben. Derzeit wird an einer neuen Komplettausgabe aller Werke gearbeitet, die wohl 125 Bände umfassen wird“, so Bartkowski. 

Die zweite Ausstellung ist eine Poster-Ausstellung, die in den Fluren des Erdgeschosses und des ersten Obergeschosses im VHS-Haus zu sehen ist. Auf 30 Plakaten wird unter dem Titel „Here I stand“ das Leben Martin Luthers hinterleuchtet und erklärt. Sein Werdegang, seine Ideen, vor allem aber sein unbändiger Wille, etwas zu verändern, das steht im Mittelpunkt der Ausstellung, die natürlich auch das „Drumherum“, also die Lebensverhältnisse zu der Zeit und vieles mehr mit in Einklang setzt. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle, der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, des Deutschen Historischen Museums und der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha mit Unterstützung des Auswärtigen Amt. Sie war auch in den USA in renommierten Museen zu sehen. 
Beide Ausstellungen sind zu den normalen Öffnungszeiten von Stadtbibliothek und VHS-Haus zu besichtigen. Bei Bedarf können  auch Führungen für Schulklassen organisiert werden. 

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