Wie werden die Blumencorsowagen im Jahr 2017 aussehen?

|   Vreden

Die „heiße Phase“ des diesjährigen der Rekkener Blumencorsos startete am vergangenen Montag mit dem traditionellen Bekleben der Corsowagen. Das Bekleben mit den Dahlien beginnt zwei Tage vor dem Umzug. Meistens wird bis tief in die Nacht gearbeitet, denn wer mittwochs um 12 Uhr vor dem Umzug seinen Wagen nicht fertig gestellt hat, wird vom Wettbewerb ausgeschlossen. Am Donnerstag, 24. August, zieht der Rekkener Blumencorso wieder mit seinen zwölf Prachtwagen und vielen Kinder- und Fußgruppen in seinen deutschen Nachbarort Wennewick-Oldenkott. Alle Interessenten sind eingeladen, sich den farbenfrohen Umzug anzusehen. Der Rekkener Blumencorso wird ca. 10.15 bis 10:30 Uhr eintreffen und nach dem Wenden auf der Straße in Höhe der Kirche halten.

Bereits am Mittwochnachmittag wird das Rekkener Volksfest durch den Vorsitzenden Ben Hasselo eröffnet und die Blumencorsowagen werden gegen 14 Uhr ihren Umzug durch die Gemeinde Rekken starten. Bis dahin haben die Wagenbauer aber noch jede Menge Arbeit vor sich. Am Montagabend hatten Pressevertreter, Vertreter der Gemeinde Berkelland und der Stadt Vreden die Möglichkeit, sich bei zwei Nachbarschaften über die verschiedenen Methoden für die arbeitsintensive Gestaltung der Corsowagen sowie der unterschiedlichen Themen zu informieren. Denn anders als im letzten Jahr, in dem alle Wagen zum Thema Grenze gestaltet wurden, gibt es in diesem Jahr kein Oberthema. Die Blumencorsobesucher können sich daher auf aktuelle Themen und äußerste Kreativität bei der Umsetzung der Wagen freuen. Die Vorstandsmitglieder Maria Karnebeek, Esther Stomps und Ben Hasselo vom „Rekkens Volksfeest“ erklärten, was alles bei dem Wagenbau beachtet werden muss und welche verschiedenen Techniken es gibt, die Blüten zu befestigen. Der Fachabteilungsleiter der Fachabteilung Schule, Sport u. Kultur in Vreden, Hubert Krandick, nimmt bereits seit vielen Jahren an der Veranstaltung teil und ist stets begeistert über den Zusammenhalt und das Engagement der einzelnen Nachbarschaften beim Bau der Wagen.

Rund 1,3 Millionen Dahlienblüten werden für den diesjährigen Umzug verarbeitet und jede Blüte muss etliche Male in die Hand genommen werden, bevor sie aufgeklebt werden kann. Dabei kommen ca. 40 % der Dahlien aus der Region und sie haben Namen wie „Snow Cap“, „Natal“ und „White Aster“. Für das Bekleben eines Wagens werden ca. fünf bis sechs Eimer Leim benötigt. Ein Eimer kostet ca. 85 Euro. In großen, leergeräumten Hallen, die sonst für landwirtschaftliche Geräte o.ä. genutzt werden, stehen die Gerüste für die großen Motivwagen. „Die Feinarbeit und die Details auf den Wagen machen unseren Blumencorso in Rekken besonders“, erzählt Ben Hasselo stolz. Finanziert wird der Blumencorso und der Wagenbau durch Spenden der Rekkener, der Gemeinde Berkelland und durch Sponsoren aus der Umgebung. Außerdem werden bei dem Umzug auch gerne Spenden entgegen genommen. Zusätzlich werden Dahlien verkauft, doch genauso, wie die Blumen verkauft werden, müssen sie vor dem Rekkener Blumencorso gekauft werden.

Achtung: Während des Umzugs wird die Straße nach Wennewick-Oldenkott am Donnerstag-Vormittag von ca. 10 bis 11 Uhr gesperrt. Bis zum Weiterzug nach Rekken ist die Straße gesperrt. Die Stadt bittet die Autofahrer um Verständnis. Sie empfiehlt, den Grenzübergang in dieser Zeit weiträumig zu umfahren. Für die Autofahrer, die sich den Zug ansehen wollen, ist in einer Weide vor Oldenkott ein Parkplatz vorgesehen.

 

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Joost van Oostrum, Bürgermeister der Gemeinde Berkelland, hilft felißig mit.
Bei der Arbeit mit den Blumen
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