Welche Bedeutung hat ein Schal?

|   Ahaus

Für den einen ist er ein zweckmäßiges Kleidungsstück, für den anderen ein modisches Accessoire und für manche dient er gar als sportliches Statement mit dem man Farbe bekennt. Dass ein Schal auch mehr als nur ein Fan- oder Modeartikel sein kann, das durften die Mitarbeiter der Augenärzte Gerl, Kretz & Kollegen im Rahmen der diesjährigen Weihnachtsfeier erleben. Im Mittelpunkt stand hierbei ein traditioneller handgefertigter kambodschanischer Baumwollschal, den die Augenärzte für die Welt von ihrem jüngsten Hilfseinsatz aus Kambodscha mitgebracht haben. Und zwar nicht nur einen, sondern gleich Duzende. Die Schals sind ein symbolisches Dankeschön des kambodschanischen Staatssekretärs, der sich damit für das ehrenamtliche Engagement des Hilfeteams bedankte. „Das Prinzip der Gegenseitigkeit scheint hier aufzugehen“, so Dr. med. Florian Kretz (FEBO), welcher zusammen mit Social Media Strategist Nicole Kretz und Verwaltungsleiter Marcus Fedder letzten Monat in das mehr als 9000 km entfernte Phnom Penh reiste, um dort die Arbeit der Khmer Sight Foundation zu unterstützen. In einem kurzweiligen und informativen Vortrag berichtete Kretz über den Aufbau und die Eröffnung des neuen Zentrums in dem bereits in den ersten 3 Tagen 120 Patienten operiert werden konnten, sowie den langen Busreisen in entlegene Regionen um 1200 hilfebedürftige Patienten zu untersuchen.

Aber auch die Schals haben ihre eigene Geschichte. Hergestellt von verwitweten, kambodschanischen Frauen in einer kleinen Weberei, die nach der Terrorherrschaft der Roten Khmer so ihre Traditionen wieder aufleben lassen. Die Schals wurden nun als Preise für die Tombola ausgelost. Zu gewinnen gab es, neben den Schals, auch bunte Fairtrade-Geschenkkörbe, welche von dem Ahauser Eine-Welt-Laden eigens für die Tombola zusammengestellt wurden. „Wir sind uns unserer unternehmerischen Verantwortung bewusst und möchten mit dieser Aktion ein klares Zeichen setzen“, erklärt dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl, der schon mehrfach für Hilfseinsätze nach Uganda gereist ist und zu Beginn des Jahres die Leitung der gemeinnützigen GmbH Augenärzte für die Welt zusammen mit Geschäftspartner Dr. med. Florian Kretz (FEBO) übernommen hat.

Auch wenn die Weberin in Kambodscha wohl kaum daran gedacht haben wird, dass sie mit ihren Schals einmal Augenlicht retten wird, so hat sie doch mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur Mission des engagierten Hilfeteams geleistet, denn der gesamte Erlös aus dem Losverkauf geht an die Augenärzte für die Welt, so dass weitere Hilfseinsätze in bedürftigen Ländern geplant und umgesetzt werden können. Gerl und Kretz durften stolze 1180,- Euro für die gemeinnützige Organisation in Empfang nehmen und bedankten sich bei den Mitarbeitern für ihre wohltätige Unterstützung. Die Geschichte des Schals zeigt, dass selbst mit kleinen Mitteln Großes bewirkt werden kann.

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