Riesenrad kommt nicht zur Vredener Kirmes

|   Vreden

Alles stand – und ganz Vreden freute sich auf das „Jupiter-Riesenrad“ Alles stand – und ganz Vreden freute sich auf das „Jupiter-Riesenrad“ Als weithin sichtbare Attraktion sind Riesenräder oft das Wahrzeichen verschiedenster Volksfeste. Wegen begrenzter Wechselstandplätze ist es auf der Vredener Innenstadtkirmes jedoch nicht jedes Jahr möglich, ein Riesenrad zu verpflichten. Das ist auch in den Schaustellerkreisen bekannt. Da auf anderen Plätzen aber Riesenräder zum festen Repertoire gehören, ist es für Vreden umso schwerer, ein Riesenrad „außer der Reihe“ als Attraktion zu gewinnen. Zuletzt konnte im Jahr 2010 ein Riesenrad unter Vertrag genommen werden.

Für 2017 sollte es nun endlich wieder klappen! Auf vielen anderen Veranstaltungen wurde Jahr für Jahr immer wieder Kontakte zu Riesenrad-Betreibern gesucht. Dann ein Funken Hoffnung - das „Jupiter-Rad“ von einem Schausteller aus Bonn hatte Interesse. Es fanden erste Gespräche auf dem Frühjahrssend in Münster statt - konkreter wurde es dann im November 2016. Dabei war noch ungewiss, ob der Termin der Vredener Kirmes zwischen dem Neusser Bürgerschützenfest und dem Bad Dürkheimer Wurstmarkt gehalten werden kann. Erste Priorität dabei war: Ein Platz am Rande, wo man nach der Kirmes auch schnell das Veranstaltungsgelände zur nächsten Veranstaltung verlassen kann. Wichtig, damit der Standplatz in Bad Dürkheim auch rechtzeitig erreicht und eingenommen werden kann. Für die Veranstalter der Vredener Kirmes war das kein Problem, da der traditionelle Riesenrad-Platz auf der Wüllener Straße unmittelbar an den Hauptausfahrtsstraßen liegt. Und auch sonst hätte man bei einer derartigen Chance sicherlich eine Lösung gefunden.

Soweit so gut! Es fand ein erstes Treffen vor Ort statt, um den Standplatz einzumessen. Man trennte sich aber zunächst noch im Ungewissen, da zum Aufbau des Riesenrades ein Kran benötigt wird – die Arbeitsfläche für den Kran allerdings durch Baumkronen sowie eine neu gesetzten Laterne im Zuge der Umbaumaßnahmen am Busbahnhof ein wenig knapp bemessen ist. Also mussten private angrenzende Flächen als Aufstellfläche für das Fahrgeschäft mitgenutzt werden. Nach Karneval fand ein zweites Treffen vor Ort statt, an dem alle entsprechenden Beteiligten teilnahmen. Hier wurde gemessen und diskutiert, es wurden Eckpunkte festgelegt, farblich markiert und fotografisch dokumentiert. Dem Aufbau des Riesenrades schien nichts mehr im Wege zu stehen.

Vor den Sommerferien starteten dann die ersten Werbemaßnahmen. Natürlich wurde dort auch, mit ein wenig Stolz das „Jupiter-Rad“ präsentiert. Neben dem „Infinity“ sollte dieses schon von weitem für alle Kirmesbesucher sichtbar sein – ein wahrer Eye-Catcher. Ernüchterung kehrte am letzten Montag bei den Kirmesplaner ein: Aufgrund von Personalproblemen sei es dem Betreiber des Riesenrades leider nicht möglich, die Kirmes in Vreden zu halten. Zu groß sei dabei die Gefahr, nicht rechtzeitig in Bad Dürkheim anzukommen bzw. aufzubauen. Ein Schock für jeden Veranstalter so kurz vor seiner Veranstaltung. Kurzerhand der Griff zum Telefon und es wurde auf deutscher und auch niederländischer Seite nach einem Riesenrad-Ersatz gesucht. Allerdings ohne Erfolg, da sämtliche Riesenräder bereits auf anderen Veranstaltungen vertraglich gebunden waren.

Eine alternative Lösung musste kurzfristig her. Glücklicherweise erfüllt der diesjährige Fahrgeschäfte-Mix deutlich die eigenen Mindestanforderungen des Veranstalters für eine attraktive Innenstadtkirmes. So entschied die Verwaltung sich letztlich gegen die Verpflichtung eines weiteren sog. Hoch-/Rundfahrgeschäftes. Der Fokus wurde auf die Umstellung der vorhandenen Attraktionen gelegt. Es wurde kurzerhand der Kontakt zu den entsprechenden Schaustellern hergestellt und ganz unkompliziert konnte die Kirmes im Sinne eines attraktiven Gesamtbildes umstrukturiert werden. Jetzt steht sie schon mal „auf dem Papier“ – ab dieser Woche wird sie dann in die Realität umgesetzt. Aber der Wunsch nach einem Riesenrad bleibt bestehen – auch bei den Planern der Vredener Kirmes! Vielleicht klappt es ja in 2018. Fakt ist, dass die vielen Telefonate auf der Suche nach einem Riesenrad-Ersatz auch was Gutes hatten: Sie erweckten großes Interesse für die Vredener Kirmes unter allen Riesenrad-Betreibern!

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