"Rede und Antwort" gestanden

|   Ahaus

Schon am kommenden Sonntag findet die Bundestagswahl statt. Die Kolpingjugend Wessum hat daher die Bundestagskandidaten zu politischen Gesprächsabenden eingeladen. Auch die Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer, seit 1999 für die SPD im Bundestag und in dieser Legislaturperiode Vorsitzende des Finanzausschusses, folgte jetzt gerne der Einladung ins Wessumer Jugendheim.

Intensiv diskutierte die Abgeordnete mit den jungen Leuten Punkte des SPD-Wahlprogramms. So machte die Bundespolitikerin deutlich, dass die SPD die Bildung von der Kita bis zur Uni/Meisterbrief kostenlos machen will. In der laufenden Legislaturperiode habe sich die SPD mit der Erhöhung des BAföG durchsetzen können: „Und das nach zehn Jahren! Es müsste allerdings noch mehr sein“, machte Arndt-Brauer deutlich. Überhaupt die Bildung – Lehrermangel und Investitionsstau an den Schulen sei leider Ländersache, bedauert Arndt-Brauer. Zudem gibt es in Deutschland über 100 verschiedene Schulformen. Das macht es gerade Eltern mit schulpflichtigen Kindern schwer in verschiedenen Bundesländern zu leben, wie Arndt-Brauer aus eigener Erfahrung weiß. „Das würde ich gerne vereinheitlichen, aber das wollen die Bundesländer nicht“, machte die Abgeordnete deutlich. Mit einer jetzt beschlossenen Gesetzesänderung kann der Bund zumindest Geld für Schulsanierungen ausgeben, so die Finanzexpertin. Auch zu den Themen Innere Sicherheit, Steuererleichterungen, Europa, Rente und Atomenergie stand Arndt-Brauer Rede und Antwort.

„Eine verantwortungsvolle Finanzpolitik, generationengerechte Sozialpolitik, die Bürgerversicherung – ein System für alle und eine humanitäre Außenpolitik“, waren die vier Gründe dafür, die SPD zu wählen, die Arndt-Brauer auf Wunsch in einem abschließenden Statement formulierte. Besonders wünscht sich die Bundespolitikerin aber, dass die jungen Leute am kommenden Sonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und ihr Kreuz bei demokratischen Parteien machen.

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