Neuausrichtung: SuS Stadtlohn kürzt Etat für die Fußballer

|   Stadtlohn

Einen spürbaren Einschnitt gibt es beim Fußball-Westfalenligisten SuS Stadtlohn. Der Etat für die erste Mannschaft wird zum Jahreswechsel umfassend gekürzt. Die Folge: Sechs Spieler verlassen den Verein umgehend. Hakan Gökdemir (FC Gütersloh), Tobias Hüwe (DJK Coesfeld), Michael Roßmöller, Mario Worms, Markus Banken und Jonas Schmidt (alle Ziel unbekannt) stehen Trainer Rob Reekers zur Rückserie nicht mehr zur Verfügung. Worms (zurück zu DJK Coesfeld) und Banken (FC Epe) hatten ihren Abgang zum Saisonende bereits angekündigt. Damit dürfte es schwer werden, den guten Faden, den das Team unter Reekers zuletzt gesponnen hatte, sofort wieder aufzunehmen. „Wir verlieren natürlich an Qualität, wir haben aber volles Vertrauen in den Kader“, erklärt der sportliche Leiter Markus Plate.

In einem Grundsatzgespräch mit dem Gesamtvorstand des Mehrspartenvereins habe man die zukünftige Strategie ausgelotet. Man sei übereingekommen, dass man den eingeläuteten Sparkurs konsequent fortführen will. „Die Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen 15 Jahren gravierend geändert – gerade im ambitionierten Amateurfußball. Die Kosten steigen weiter, die Einnahmen gehen nicht parallel mit, das Interesse ebenso wenig“, verweist der Vorsitzende Wilfried Steinhage auch auf die aktuelle Entwicklung in der Oberliga. Auch werde es immer schwieriger, die ehrenamtliche Manpower auf die Strecke zu bringen, um den steigenden Ansprüchen gerecht zu werden. „Das Gesamtpaket ist gerade auf diesem Niveau immer komplexer geworden. Ein lohnender Mehrwert war nicht mehr gegeben. Die Stimmen nach Veränderungen sind immer lauter geworden“, sehe der Vereinsvorsitzende in diesem Schritt zu einem „sicher ungewöhnlichen Zeitpunkt“ eine Chance für die Zukunft. Der Verein behalte immer den Blick für das Ganze. Weiter: „Wir werden jetzt noch konsequenter auf Spieler aus der eigenen Jugend setzen. Ich höre in der Bevölkerung immer wieder, dass die Leute mehr Stadtlohner Jungs in der ersten Mannschaft sehen wollen.“

Die weitere sportliche Strategie werde zeitnah mit Senioren- und Juniorenverantwortlichen abgesteckt. Die Saison zu Ende spielen sollen die 14 verbliebenen Spieler sowie aufrückende Akteure aus der Bezirksliga-Reserve und der A-Jugend. „Wir sind aber auch in guten Gesprächen mit möglichen Neuzugängen“, berichtet Plate.

« Zurück zur Übersicht
Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing