Mit Rückenwind ins Derby

|   Gescher

So schnell kann es im Fußball gehen: Noch vor wenigen Wochen hätte der SuS Stadtlohn II nach ordentlichem Saisonstart die Favoritenrolle beim SV Gescher annehmen müssen. Am Donnerstag, 19. Oktober, 19.30 Uhr, sind die Vorzeichen nun aber andere.

Mit dem Rückenwind zweier Siege in Folge empfängt der Tabellen-13 den Elften. Der SV scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Der einstige Tabellenletzte macht aktuell aus der Not eine Tugend und trotzt den Personalproblemen. Mit dem Rückenwind des fulminanten Finales gegen den RC Borken-Hoxfeld, als in der Schlussphase noch ein 2:3 in einen 5:3-Sieg umgewandelt wurde, holte die Mannschaft auch beim TuS Haltern II einen Dreier. Und hat damit die Abstiegsränge erst einmal verlassen. „Das war eine großartige kämpferische Vorstellung“, hat Trainer Frank Schulz auch in Sachen Einstellung eine Veränderung zum Guten erkannt. „Auch wenn wir Woche für Woche durch Ausfälle improvisieren müssen und Qualität im engen Kader verlieren, haben die Spieler verinnerlicht, dass trotzdem immer etwas möglich ist. Wenn man etwas für den Erfolg tut“, musste Schulz auch am Stausee eine Elf ohne gelernten Stürmer ins Rennen schicken. Gegen den Nachbarn aus Stadtlohn besteht nun sogar die Chance, sich ein wenig abzusetzen. Mit einem Heimerfolg am Ahauser Damm würde Gescher nach Punkten gleichziehen.
Nach dem bitteren 1:2 in Buldern folgte für den Gast aus Stadtlohn ein nicht minder bitteres 1:2 daheim gegen den SV Lippramsdorf. Wieder erzielte der Gegner ein spätes Siegtor. Damit ist der Heimnimbus der SuS-Reserve erst einmal dahin, man muss sich nach unten orientieren. Über weite Strecken war Trainer Franz-Josef Becking mit dem Vortrag seiner Mannen einverstanden: „Da kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Wir wussten, dass Lippramsdorf eine clevere Mannschaft stellt. In dieser Hinsicht fehlt es meinem Team noch.“ Ein wenig auf den Magen schlug den Verantwortlichen die Rote Karte gegen den bisher besten Torschützen Mustafa Kaya. Ein wenig mehr Druck als vor Wochen noch ist am Losberg spürbar. „Wir müssen uns jetzt am Riemen reißen und den Erfolg erzwingen. Dann werden wir uns bis zum Winter erst einmal von den bedrohten Rängen fernhalten können.“ 
Die Zuschauer werden sich auf ein intensives Derby freuen dürfen.

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