Mit dem Sterben leben

|   Ahaus

Mit einem Vortrag der Trauma-Expertin Gabriele Wisseling vom Caritas Bildungswerk Ahaus beginnt am Mittwoch, 8. November, die Reihe „Mit dem Sterben leben“, die aktuelles Forum/VHS und der OMEGA e.V., der Ambulante Hospizdienst in Ahaus, gemeinsam erarbeitet und vorbereitet haben.

Eines der vielen Ziele dieser Veranstaltungsreihe ist es, den Hospizverein und seine wertvolle Arbeit bekannter und präsenter zu machen. „Viele Menschen wissen zwar, dass es uns gibt, setzen sich aber gar nicht mit der Thematik auseinander“, hat Claudia Schwanekamp, eine der drei Koordinatorinnen von OMEGA Ahaus festgestellt.  „Solange man fit und gesund ist, möchte man ja auch nicht so gern über das Lebensende nachdenken.“ Dabei ist das aber sinnvoll, denn wenn man entsprechende Netzwerke bereits kennt, weiß man in der Krisensituation auch, an wen man sich wenden kann. Dazu soll auch die neue Reihe beitragen. Nach dem Auftakt mit dem Vortrag von Gabriele Wisseling am 8. November ist im März 2018 eine Theaterveranstaltung mit dem Cactus-Theater in Ahaus geplant. „Wir wollen das Thema einfach immer wieder aufgreifen und es so präsent halten. Da sind auch viele verschiedene Formate möglich und denkbar“, so VHS-Direktor Dr. Nikolaus Schneider. 

Der Auftaktvortrag von Gabriele Wisseling beschäftigt sich mit Kriegserfahrungen und ihren Nachwirkungen am Lebensende. „Die Mitarbeiter in den Hospizvereinen sind in dieser Zeit stark mit  Kriegserlebnissen konfrontiert, weil genau diese Jahrgänge nun in einem Alter sind, wo das Leben langsam zu Ende geht. Wenn man sich mit der Thematik Kriegserlebnisse und deren Verarbeitung schon einmal auseinandergesetzt hat, kann man die Welt zwar nicht retten, aber man kann sich selbst in den Situationen retten“, verdeutlicht Gabriele Wisseling einige Inhalte ihres Vortrags. Angesprochen sind alle Interessierten, ehrenamtliche Sterbebegleiter, Angehörige und auch alle, die Eltern und Großeltern haben. 

Der Vortrag beginnt am 8. November um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) in der Tonhalle des VHS-Hauses in Ahaus, Vagedesstraße 2. Da der Raum auf 120 Plätze begrenzt ist, ist eine  Anmeldung bei der VHS unter Tel. 02561/95370 oder per E-Mail an info@vhs-aktuellesforum.de notwendig. Der Eintritt ist frei. 

Die Organisatoren weisen darauf hin, dass es gar nicht so sehr um das Thema Tod, sondern vielmehr um das Leben geht. „Das Leben spielt in der Begleitung Sterbender eine große Rolle. Denn die Zeit, bis tatsächlich der letzte Atemzug geatmet wurde, die kann man gestalten“, macht Claudia Schwanekamp deutlich.

• www.omega-ev.de

« Zurück zur Übersicht
Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing