Lebendige Zukunftswerkstatt

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Ob Restwärmenutzung, Wärmenetz mit Integration erneuerbarer Energien, Wärmesystem oder Sanierungs- und Effizienzprojekt im Wärmebereich - immer mehr Institutionen, Unternehmen, Kommunen, Verbände oder öffentliche Einrichtungen setzen sich mit der Fragestellung auseinander, wie sich die Wärmeversorgung innovativ, klimaschonend und zugleich profitabel gestalten lässt. Wann eignen sich Wärmespeicher? Unter welchen Voraussetzungen ist der Einsatz von z.B. Solarthermie, Biogasveredelung oder weiteren Wärmetechnologien empfehlenswert? Im Rahmen des INTERREG-V-Projektes "Wärme in der Euregio - fokussieren und modernisieren" (WiEfm) boten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) und die Fachhochschule Münster jetzt mit der Zukunftswerkstatt ein attraktives Veranstaltungsformat. Rund 35 TeilnehmerInnen aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik waren der Einladung in die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) nach Gescher gefolgt und loteten neue Möglichkeiten in der Wärmeversorgung gemeinsam aus.

Peter Kleyboldt, EGW, stellte in seinem Vortrag dar, wie die Wärmeversorgung im Kreishaus per Deponiegas gelingt. Hinnerk Willenbring, Fachhoschule Münster stellte das Projekt WiEfm und den im Rahmen des Projektes erhältlichen Wärmegutscheine vor, der den Weg zu einem profitablen Wärmegeschäftsmodell ebnen und an Unternehmen, Kommunen, öffentliche Einrichtungen, Verbände und Vereinigungen vergeben werden kann. Als Umsetzungspartner des grenzüberschreitenden INTERREG-V-Projektes „WiEfm“  betreut die WFG Interessenten bei der Antragsstellung. „Der Wärmegutschein kann zu einem erheblichen Anteil die Erstellung einer individuellen Machbarkeitsstudie finanzieren. Diese wiederum ist eine unverzichtbare Entscheidungsgrundlage für nachhaltige Wärmeprojekte“, so WFG-Betriebsberater Ingo Trawinski und wies darauf hin die Förderfähigkeit geplanter Vorhaben im Kreis Borken jetzt prüfen zu lassen. So erstattet der Wärmegutschein bis zu 70 % der Kosten einer Machbarkeitsstudie bei einem Höchstbetrag von bis zu 17.500 Euro, vorausgesetzt diese wird durch eine dritte Partei erstellt. Der Wärmegutschein zielt nicht auf Einzellösungen, sondern will den Einsatz moderner Wärmetechnologien im Verbund unterstützen, die die Wärmebereitstellung im Münsterland deutlich effizienter und nachhaltiger machen.

Nach den spannenden Vorträgen stellten Ulrike und Hermann Benning das Modell der Wärmeversorgung von Schule, Schwimmbad und Wohneinheiten mit Biogas vor. 

Im Anschluss wurde über verschiedene Geschäftsmodelle für die kollektive (Ab-) Wärmenutzung diskutiert, wie z.B. Nahwärmenetze, Energiegenossenschaften, Abwärmenutzung von Unternehmen und die damit verbundenen rechtlichen und technischen Voraussetzungen. „Der Zukunftswerkstatt wurde als Plenum zum Austausch sehr gut angenommen und zeigte Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Jetzt gilt es Ideen und Ansätze weiterzuverfolgen“, resümert Ingo Trawinski.

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