Konzertreihe lockt mehr als 2.500 Besucher an

|   Kreis Borken

Die Organisatoren der Konzertreihe „Trompetenbaum & Geigenfeige“ ziehen nach den 13 Stationen im Münsterland und den benachbarten Niederlanden ein positives Fazit: Das Konzept, jedes Jahr im Sommer Musikgenuss und Gartenkultur zu verbinden, ist erneut sehr gut angenommen worden. Mehr als 2.500 Besucherinnen und Besucher kamen zu den Konzerten von Juni bis Mitte September – das sind circa 200 mehr als im vergangenen Jahr.

„Es war insgesamt eine sehr schöne Saison“, sagt Antonius Böing vom Kulturamt des Kreises Borken. „Auch wenn das Wetter oft etwas dürftig war, konnten alle Konzerte stattfinden und es haben erfreulich viele Zuschauerinnen und Zuschauer den Weg zu den Konzerten gefunden.“ Die Reihe begann am 11. Juni, zum „Tag der Gärten und Parks“ in Mettingen und endete nun am 10. September, am „Denkmaltag“ auf Burg Lüdinghausen. Elf Termine fanden im Münsterland statt, zwei Mal führte die Konzertreihe in die Niederlande – zehn der Konzertstätten waren in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Bei den Musikgruppen gab es fast so viele Premieren: acht neue Ensembles gestalteten das Programm gemeinsam mit sieben „Wiederholungstätern“. Wer da nun auf 15 Ensembles bei 13 Konzerten kommt, liegt richtig – denn an einem Tag gab es gleich drei Veranstaltungen: Vom Chorkonzert auf Burg Hülshoff mit „Nice2Hear“ führte eine „Droste-Wanderung“ mit Texten und Musik zum Haus Rüschhaus, wo eine musikalische Lesung mit musikalischer Begleitung („Lauschsalon“) den Tag abrundete.

„An manchen Tagen galt es zu improvisieren“, berichtet Böing. So mussten in Mettingen Musiker und Besucher in der Konzertpause vom Garten in die angrenzende Scheune umziehen, da es zu regnen anfing. Direkt überdacht fanden die Konzerte in Everswinkel-Alverskirchen und Münbster-Coerde statt – obwohl es dann jeweils trocken blieb.  „In Vreden gab es einen riesigen Regenschauer etwa 15 Minuten nach Konzertende. Den Stadtpark verließen rund 250 Besucher fluchtartig binnen weniger Minuten“, erinnert sich Böing. In Legden musste das Konzert vom Dahliengarten in das benachbarte Pfarrheim verlegt werde, da es immer wieder Regenschauer gab. Das Abschlusskonzert in Lüdinghausen fand daher ebenfalls vorsorglich im Saal der Burg Lüdinghausen statt.

Besonders gut besucht waren die Veranstaltungen in der Boerderij 't Meerink in Rekken, in der Wasserburg Haus Welbergen in Ochtrup, im NaturaGart in Ibbenbüren-Dörenthe und im Garten Sint Bernadus in Bredevoort. Rund 500 Zuhörerinnen und Zuhörer hatte auch die Veranstaltung im Stadtpark in Vreden, die im Rahmen des Berkelaktionstages stattfand. Bei freiem Eintritt war ein ständiges Kommen und Gehen beim Konzert mit den „Stokes“ zu beobachten.

„Höhepunkte der Saison waren sicherlich das Konzert von UniJAZZity mit beeindruckenden Nachwuchsmusikern, leckeren Cocktails und Häppchen, das Abendkonzert in Ibbenbüren mit erstklassiger Musik von Nikola Materne & Band in toller Atmosphäre in der beleuchteten Palmenhalle und die Veranstaltung in der Wasserburg Haus Welbergen, die mit mehr als 220 Besuchern den größten ‚zahlenden‘ Zuspruch erhielt“, heben die Veranstalter hervor.

Für die „Droste-Wanderung“ am 30. Juli von der Burg Hülshoff zum Haus Rüschhaus auf den Spuren der Annette von Droste Hülshoff mit den „Walking Blues Prophets“ und Ulla Homfeld, die an einige Stationen des etwa acht Kilometer langen Weges aus Briefen und der Lyrik der Droste vortrug, waren alle 60 Eintrittskarten rasch vergriffen. Die Wanderer waren total begeistert von diesem einmaligen Event.

„Trompetenbaum und Geigenfeige“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der vier Münsterlandkreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie von Münsterland e.V.. Die Organisation übernahmen die Kulturabteilung der Borkener Kreisverwaltung sowie der Münsterland e.V. Das Land NRW fördert „Trompetenbaum und Geigenfeige“ aus Mitteln der Regionalen Kulturförderung Münsterland. Besonderer Dank gilt den vielen, unterschiedlichen Partnern  und Gastgebern der einzelnen Veranstaltungen. Ohne deren Engagement wäre die Reihe nicht möglich und nicht so erfolgreich. Die Reihe soll auch im Jahr 2018 fortgesetzt werden, sofern die Rahmenbedingungen passen. Einige Besitzer von Gärten und Parks in der Region sowie Musikensembles haben schon Interesse angemeldet.

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