Jubiläum der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

|   Vreden

Vor 40 Jahren, im Sommer 1977, wurde in Vreden die Hollandkommission gegründet. Vertreter der drei niederländischen Nachbarstädte und der Partnerstadt Elsterwerda sind der Einladung zum Jubiläum gefolgt. Grenzkontrollen, Schließung der Grenzen in den Abendstunden, unterschiedliche Währungen, … - vor 40 Jahren war es nicht möglich, ohne weiteres ins Nachbarland zu fahren. Für die Stadt Vreden hatte die Grenze mit ihrer Sperrwirkung zu vielen Nachteilen geführt. Daher wurde damals im Rat der Stadt Vreden beschlossen, im örtlichen Bereich Impulse für einen Abbau der Grenzwirkungen zu geben. Die Hollandkommission sollte die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den niederländischen Nachbargemeinden prüfen und Vorschläge für eine Intensivierung der Beziehungen unterbreiten.

Die damals zeitlich begrenzte Kommission wurde im Laufe der Jahre zum Ausschuss für deutsch-niederländische Zusammenarbeit und Städtepartnerschaften. Markus Windmeier, Vorsitzender des Ausschusses gab einen Rückblick auf die Geschichte und verschiedene Aktivitäten des Ausschusses. So wurden zum Beispiel Forderungen nach Verbesserung der Straßenverbindungen und Verlängerung der Öffnungszeiten der Grenzen gestellt. Die Einführung der niederländischen Sprache als Unterrichtsfach am Gymnasium Georgianum und die Aufnahme niederländischer Literatur in der Öffentlichen Bücherei gehörten zu den ersten Änderungen. „Menschen zueinander bringen“, sei damals wie heute die Aufgabe des Ausschusses, so Markus Windmeier.

Der Ausschuss, der „über den Tellerrand schaue“, hatte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch in seiner Begrüßung die das Tätigkeitsfeld beschrieben. Zur kleinen Feierstunde im Rathaus hatte er Vertreter der drei niederländischen Nachbargemeinden Berkelland, Ooste Gelre und Winterswijk, der Partnerstadt Elsterwerda, die ehemaligen Vorsitzenden Kläre Winhuysen und Barbara Ernst, die Fraktionsvorsitzenden und die Ausschussmitglieder eingeladen. Obwohl sich in der Zeit von Mitte der siebziger Jahre bis heute viel getan habe, gäbe es immer noch zu viele Barrieren und viele Unterschiede zum Nachbarland, die trennende und hemmende Wirkung erzeugten. Daher sei auch heute noch die Arbeit des Ausschusses wichtig. Unerlässlich sei es auch, Sprachkenntnisse zu haben. „Jeder spricht in seiner Sprache und der andere versteht es“, dies sei eine gute Basis für die Zusammenarbeit.

Patrick Weser, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Elsterwerda, erinnerte an die ersten Kontakte im Jahr 1987. Somit sei das Jubiläum des Ausschusses auch zugleich ein Jubiläum der Städtefreundschaft zwischen Ost und West. Er blickte zurück auf die anfänglich „stürmischen Zeiten“. Kontakte auf vielerlei Ebenen und besonders persönliche Kontakte würden am besten helfen, Klischees abzubauen. Dieses sei auch heute wieder ganz aktuell.

Das kult, welches mit seinen grenzüberschreitenden Aktivitäten und Zielen Vredens Logo „Vreden verbindet“ unterstreicht, war anschließend Ziel der Gruppe. Corinna Endlich erläuterte eindrucksvoll das Konzept, die Idee von dem Gedanken der kulturellen Bildung, aber auch einzelne volkskundliche und kunsthistorische Exponate bei dem Rundgang durch das neue Gebäude. Auch hierbei nahmen die grenzüberschreitenden Aspekte einen besonderen Stellenwert ein. 

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