Investition in die Sportförderung

|   Heek

„Ich bin mit dem Beschluss des Sportausschusses nicht einverstanden. 4.400 Euro für alle acht Sportvereine der Gemeinde ist zu wenig. Wir brauchen mehr“, sagte Arnold Terliesner, erster Vorsitzender des Gemeindesportverbandes der Gemeinde Heek, bei der ordentlichen Mitgliederversammlung der Interessenvertretung der Sportvereine der Gemeinde Heek im Clubheim des SV Heek zur Förderung des Sports in Richtung Politik und Verwaltung. Um diese Summe soll das Budget aller acht Sportvereine im kommenden Jahr erhöht werden.

Anfang Februar 2016 hatte der Gemeindesportverband beantragt, die seit 2010 unveränderten Pauschalen der Mitgliedsvereine bereits für das laufende Kalenderjahr anzupassen. „Wir wollen die Jugendförderung anheben und den aktiven Seniorensport fördern“, begründete Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff den gefassten Beschluss des Sportausschusses. Einigkeit bestand bei den Vereinsvertretern darüber, dass der Beschluss inhaltlich nicht zum Antrag des Gemeindesportverbandes passt. „Das Grundproblem wird damit nicht angepackt. Mit dem Geld werden die Vereine finanziell nicht entlastet“, sagte Arnold Terliesner und wies darauf, dass die Fixkosten bei den kleinen und großen Vereinen, verteilt auf die Anzahl der Mitglieder, gleich groß sind. Daher sprachen sich die Versammlungsteilnehmer dafür aus, dass für die 4.400 Euro ein gerechter Verteilerschlüssel gefunden werden müsse, der sich nicht zwingend auf die Anzahl der Mitglieder der einzelnen Vereine bezieht. Vor allem sehen die mitgliederschwächeren Vereine für sich bei einer Umsetzung des Beschlusses die Gefahr der Benachteiligung gegenüber den größeren Vereinen. Auch äußerten die Vereinsvertreter, dass sie von weiteren bürokratischen Arbeiten verschont bleiben möchten. So hat der Beschluss des Sportausschusses zum Inhalt, dass zur Jahresmitte Daten über die Anzahl der Sport treibenden Senioren erhoben und an die Gemeinde gemeldet werden müssen. „Das ist der Einstieg in die Thematik“, sagte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff, dass die Arbeit der AG Sport noch nicht abgeschlossen ist und der Prozess weitergehe. Er gab auch zu bedenken, dass die Gemeinde Heek für das Schneiden der Rasenspielfelder 10.000 Euro mehr in den Haushalt eingestellt habe. Einstimmig war das Ansinnen, dass der Gemeindesportverband zum Beschluss des Sportausschusses zeitnah schriftlich Stellung beziehen wird.

In seinem Jahresbericht berichtete Arnold Terliesner, dass das laufende Jahr für den Vorstand nicht so ruhig verlief wie das Vorjahr. Neben einer Vielzahl an Anträgen der Vereine war die AG Sport das bestimmende Thema. „Einige Vereine sind der Forderung nach Erhöhung der Mitgliederbeiträge nachgekommen, weitere folgen“, führte der Vorsitzende aus. Der „Zukunftsdialog 2020 – FIT für die Zukunft“ wird in der AG Sport im kommenden Jahr weitergeführt. Vollkommende Unterstützung fand der Vorschlag des Vorstandes über die Bearbeitung der Anträge der Vereine über Investitionen und Baumaßnahmen. Diese sind zukünftig über den Gemeindesportverband an die Gemeinde zu richten. Der Vorstand erstellt eine Prioritätenliste, die in der Mitgliederversammlung diskutiert und beschlossen und dann mit den Anträgen an die Gemeinde gegeben wird. Mit einem Organisationsgrad von etwa 60 Prozent ist die Gemeinde Heek weiterhin führend im Kreis Borken.

Im Vorstand des Gemeindesportverbandes gab es keine Veränderungen. Der zweite Vorsitzende Christian Schubert wurde für zwei Jahre wiedergewählt. Der erste Vorsitzende Arnold Terliesner und Geschäftsführer/Kassierer Bernd Loske standen nicht zur Wahl.

Im kommenden Jahr feiert der Gemeindesportverband sein 30-jähriges Bestehen. „Für diesen runden Geburtstag planen wir eine kleine Feier“, sagte Arnold Terliesner. So freute es ihn, dass mit Bernhard Bockhold und Reinhard Brunsch zwei Männer der ersten Stunde der diesjährigen Versammlung beiwohnten. Zudem wies er auf die in Gründung befindliche Bürgerstiftung „Heek/Nienborg – Bürger für Bürger“ hin. Er regte an, dass sich Bürger hier vielfältig einbringen können und die Vereine die Möglichkeit haben, dass ihre Projekte gefördert werden.

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