Interkultureller Stadtrundgang

|   Stadtlohn

Im Rahmen der Interkulturellen Woche fand am vergangenen Montag ein interkultureller Rundgang durch Stadtlohn statt. Gemeinsam mit ihren Familien hatten sich Teilnehmende aus Deutschkursen der Volkshochschule und des Jugend- und Familienbildungswerkes dazu eingefunden. Ingeborg Höting (Historikerin) begleitete die interessierte Gruppe der unter anderem aus Afghanistan, Syrien und dem Irak stammenden Deutschlernenden zu verschieden Anlaufstellen in der Innenstadt.

Der erste Weg führte ins Stadtlohner Rathaus. Bürgermeister Helmut Könning hieß die Gruppe willkommen und präsentierte die Stadt an der Berkel. Dabei klärte er über die Zuständigkeiten und den Aufbau der Stadtverwaltung auf und lieferte Zahlen, Daten und Fakten zur Geschichte der Stadt. Außerdem stellte er die große Vielfalt der Freizeit-, Kultur- und Sportmöglichkeiten vor. „Überall dort findet Gemeinschaft statt. Wir öffnen gerne unsere Türen und heißen ausländische Menschen hier willkommen“, so der Bürgermeister.

Anschließend machte sich die interessierte Gruppe mit den Organisatorinnen Adelheid Boer (Volkshochschule) und Cordula Mauritz (Gleichstellungsbeauftragte) am Marktbrunnen vorbei auf den Weg zur St. Otger Kirche, zur evangelischen Kirche und dem Otgerus-Haus. In der Hagenstraße wurde auf Stolpersteine aufmerksam gemacht. Sie erinnern an die jüdischen Familien in Stadtlohn, die während der Nazidiktatur verfolgt und ermordet wurden. Dieser Teil der Stadtlohner Geschichte interessierte einige Zuwanderer besonders.

In allen drei Kirchenhäusern wurden die Teilnehmenden herzlich empfangen und erfuhren Offenheit und Willkommensein. Sie wurden ermuntert sich in Zukunft offen mit Fragen und Problemen an die Stadtlohner Bürgerinnen und Bürger zu wenden.

Zur Freude der jüngeren Gäste wurde am Ende des Rundganges das Schülercafé „Jump In“, ein offener Treff für Kinder und Jugendliche, besucht.

 

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