"Integration geht viele Wege"

|   Ahaus

„Integration kennt viele Wege“, stellte Annegret Lemken vom Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbandes fest, „Integration geht viele Wege“, ergänzt ihr Kollege Mathias Wübbeling. So hatten sie an diesem Wochenende einen Ausflug zum Naturzoo Rheine organisiert, der für viel Begeisterung bei den rund 200 Teilnehmern sorgte, die sich aus dem gesamten Nordkreis auf den Weg machten.  Dabei ging es ihnen aber nicht allein um den Spaß, sondern wesentliches Ziel des Ausflugs war es, die Menschen, die auf ihrer Flucht vor Krieg und Terror in unserer Region angekommen sind, mit den Menschen zusammenzubringen, die schon immer hier leben.

Dabei reihte sich mit dem Streicheln der Ziegen, der Begegnung mit den Affen in deren Gehege und dem Bestaunen des imposanten Tigers ein Höhepunkt an den Nächsten. Aber die Kinder konnten auch selbst ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen - ob auf dem großen Spielplatz, der für alle Altersstufen etwas zu bieten hatte oder im Spielgarten bei einer Abenteuertour durch Büsche und zwischen großen Krabbeltieren. Es war den leuchtenden Kinderaugen anzusehen, wie gut es ihnen tat, einmal vom Alltag, aber auch von schlimmen Erlebnissen in ihrer Heimat abschalten zu können, beschreibt Lisa Brüning ihre Eindrücke von den Begegnungen im Zoo. Der Naturzoo Rheine eigne sich, ergänzt Brüning, für einen solchen Ausflug besonders, da er nicht nur viele Attraktionen zu bieten habe, sondern sich auch bei größeren Gruppen sehr entgegenkommend zeige.

Begleitet wurde der Ausflug von Firmlingen der Gronauer Kirchengemeinde St. Antonius, Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Gronau und zahlreichen Integrationslotsen: von allen Seiten wurde die Erfahrung des gemeinsamen Ausflugs als sehr positiv erlebt: Berührungsängste wurden abgebaut und beim gegenseitigen Kennenlernen bekamen alle Teilnehmer viel Spaß miteinander. Sprachbarrieren wurden an dem Tag schnell überwunden bzw. als Herausforderung angenommen, so Dieter Homann (Caritas) und er ergänzt, dass Berührungsängste mit anderen Kulturen kaum spürbar waren. Franzis Busshaus vom Bereich youngcaritas freute sich besonders darüber, wie viele junge Menschen sich für das Miteinander der Kulturen engagieren.

Der Ausflug konnte mit großzügiger finanzieller Unterstützung durch die Keizer-Stiftung und das Bistum Münster durchgeführt werden. Maria Revers und Erika Reis vom Caritasverband waren sich am Ende des Tages einig, dass die Aktion ein so großer Erfolg war, dass sie im nächsten Jahr wiederholt werden sollte.

www.caritas-ahaus-vreden.de

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