In Legden ein Zeichen gesetzt

|   Legden

Im Zukunftsdorf Legden solle mit dem neuen DRK-Kindergarten Mühlenbach „ein Zeichen gesetzt werden. Diese Herausforderung haben wir angenommen, etwas für Kinder und die Zukunft des Ortes Legden zu tun“, freute sich Bürgermeister Friedhelm Kleweken (CDU) in seiner Begrüßung zur Eröffnung der neuen Kita in Legden am Roggenkamp 1. Es ist für das Rote Kreuz im Kreis Borken bereits die 22. Kita. Sie trägt den Namen „Mühlenbach“, wegen der Nähe zu dem kleinen Wasserlauf. Kleweken und DRK-Vorstand Jürgen Puhlmann lobten vor allem die schnelle Fertigstellung des dreistöckigen Gebäudes durch Investor Berthold Lösing aus Legden. Kleweken: „Sieben Monate Bauzeit waren ein ehrgeiziges Ziel. Aber alles hat bestens geklappt. Wir sind sehr zufrieden.“

Zu Beginn des Kindergartenjahres am 1. August sind drei Gruppen mit gut 40 Mädchen und Jungen unter Leitung von Ann-Kristin Hahn gestartet. Sie haben Platz auf zwei Etagen. In der dritten Etage wird eine Wohngruppe für Kinder und Jugendliche mit Autismus ab einem Alter von zwölf Jahren eingerichtet. Die ersten Kinder werden wohl im November in das neue Haus einziehen, wie Fachleiter Ralf Brüchmann im DRK-Pressedienst berichtet. Es ist die erste Wohngruppe dieser Art im gesamten Münsterland.

Zahlreiche Gäste waren der Einladung zur Eröffnungsfeier in den großzügigen Räumlichkeiten mit anschließendem Tag der offenen Tür gefolgt, darunter die Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer (SPD) und die Landtagsabgeordnete Heike Wermer (CDU). Die stellvertretende Landrätin Magdalene Garvert begrüßte es für den Kreis Borken, dass in jüngster Zeit „viele neue Kitas“ entstanden seien. In Legden habe sich bereits die seit Jahren „gute Zusammenarbeit zwischen dem DRK und dem Kreis wieder einmal bestätigt“. Das gelte auch für andere Bereiche wie Sozialeinrichtungen, Familienbetreuung, Flüchtlingshilfe, Pflege und mehr. Garvert: „Das ist bemerkenswert.“

Die Wohngruppe für Jungen mit Autismus im Sinne eines Asperger Syndroms sei auch für den Kreis Borken, neu und es sei eine „gute Sache“, dass die Kinder hier bald in Legden zusammenleben könnten und intensiv gefördert würden. DRK-Vorstand Jürgen Puhlmann dankte dem Kreis Borken mit Fachbereichsleiter van der Linde sowie der Gemeinde Legden für die „gute, komplikationslose und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ sowie dem Investor Lösing-Holzbau GmbH & Co. KG für den zügigen Bau. Puhlmann wünscht sich, dass „sich die Kinder in ihrem neuen Kindergarten Mühlenbach gut angenommen fühlen und sie auch später in ihrer Rückschau immer gerne von einer schönen Kindergartenzeit sprechen werden“.

Lernen mit Kopf, Herz und Hand, Integration von behinderten Kindern, Vermittlung von Werten, Ausbildung von sozialen, praktischen, kognitiven (wahrnehmen, erinnern, denken) und künstlerischen Fähigkeiten und vieles mehr: Das sind Aufgaben, die das Rote Kreuz in der Kita in Legden im Sinne der Kinder und Familien erfüllen möchte, verdeutlichten vor vielen Eltern und Kindern Rotkreuz-Geschäftsbereichsleiterin Marlis Spieker-Kuhmann sowie Dirk Holz, Fachleiter für Kinder und Jugendhilfe beim Roten Kreuz.

Inklusion werde hautnah gelebt, erklärte Marlis Spieker-Kuhmann: „Dies ist eine lebendige Gemeinschaft in Legden. Und wir möchten ein Teil der neuen Gemeinschaft werden“ – wie es die Kinder seien: Zunächst sangen die Kleinen das DRK-Lied „Wir sind die vom DRK“, danach trat der Kinder- und Jugendchor Legden vor dem Haus Mühlenbach unter dem Beifall der Besucher auf.

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