Grenzüberschreitender Austausch

|   Kreis Borken

Politik und Verwaltung im Gespräch mit Unternehmen der Region. Das passiert nicht häufig genug, wie einige Stimmen meinen. Und dann noch ein grenzüberschreitender Austausch – das gehört eher zu den selteneren Kommunikationsformen. Ganz anders war das beim ersten CROSS BORDER MEETING in der Strandlodge in Winterswijk. Dort trafen sich 15 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Institutionen und Vertreter der Wirtschaft von beiden Seiten der Grenze.

Ziel war das gegenseitige Kennenlernen, aber auch darüber zu sprechen, wie Hürden, die immer noch vorhanden sind, kleiner werden können. Darüber wurde in einer Podiumsdiskussion mit Wirtschaftsvertretern und einer weiteren mit deutschen und niederländischen Bürgermeistern diskutiert. Organisiert wurde die Veranstaltung vom AIW Unternehmensverband, den Grenzhoppers und WerkgeversServicepunt Achterhoek.

Nach der Begrüßung durch den Winterswijker Bürgermeister Joris Bengevoort sprach Thomas Wiltberger von der Deutschen Botschaft aus Den Haag über seine Sicht des Erreichten, aber auch der noch zu bewältigenden Aufgaben. „Solche Veranstaltungen sind deswegen wichtig, weil Praktiker über die Probleme reden und in aller Regel auch wissen, wo Problemlösungen liegen können“ war sein Statement zum Ende der Veranstaltung.

Von Thomas Deckers, Städtischer Branddirektor Bocholt, wurde Herrn Wiltberger ein Kupplungstück für niederländische und deutsche Feuerwehrschläuche übergeben. Dies wurde nach der Brandkatastrophe in Enschede entwickelt und steht als Symbol für eine verbesserte grenzüberschreitende Zusammenarbeit in vielen Bereichen. Viele Gäste verfolgten die Vorträge und Diskussionen in der Strandlodge, die insbesondere den deutschen Gästen zu einem großen Teil als Lokalität noch nicht bekannt war. Bei den Gesprächen zwischen den Gästen wurden dabei viele neue Kontakte geknüpft, bei denen in der Zukunft eine intensivere Zusammenarbeit auch grenzüberschreitend erwartet werden darf.

Dagmar Jeske, Bürgermeisterin der Stadt Velen fasste es so zusammen: „Ich fand super, dass vor allen Dingen so viele Leute da waren. 180 Menschen, die auf beiden Seite der Grenze arbeiten und, ich sag mal, nicht irgendwer, sondern ganz viele wichtige Menschen, wo es ganz wichtig ist, dass die sich kennenlernen und das die auch sehen, wie es auf der anderen Seiten funktioniert und ich glaube, das hat heute ganz hervorragend geklappt.“

Als erstes Ergebnis wurde ein weiteres Treffen der niederländischen und deutschen Bürgermeister vereinbart, welches noch in diesem Jahr stattfinden wird. Auch die Grenzhoppers, bei denen auch die deutschen Kommunen in der Region aktiv sind, werden sich weiter intensiv mit dem Netzwerken beschäftigen.

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