Für MINT-Fächer begeistern

|   Kreis Borken

Angehende Fachkräfte für die MINT-Fächer zu gewinnen, ist auch für den Kreis Coesfeld eine ganz entscheidende Zukunftsaufgabe; schließlich klagt die heimische Wirtschaft schon heute über Nachwuchssorgen in diesem Bereich. „Dazu  haben wir nun unter anderem Ideen und Impulse aus dem Nachbarkreis Unna eingeholt“, berichtet Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Fachleute aus Wissenschaft, Bildung und Verwaltung hatte der Landrat zu einem kreisübergreifenden Gedankenaustausch ins Kreishaus eingeladen. Am  Thema „Robotik“ wurde festgemacht, wie der technische Nachwuchs gezielt gefördert werden kann. Ein konkreter Schritt ist die Einrichtung eines sogenannten zdi-Zentrums, für das sich der Kreis Coesfeld nun bewirbt. Dort werden Fachwissen und Kompetenzen gebündelt, das Kürzel steht dabei für „Zukunft durch Innovation“.

Prof. Winfried Pinninghoff aus Lüdinghausen erläuterte die bundesweiten Aktivitäten und Förderangebote der Karl-Kolle-Stiftung. Die Gymnasien der Stadt Lüdinghausen hätten erst kürzlich für die Ausstattung ihrer Robot-AGs jeweils 10.000 Euro von der Stiftung erhalten, berichtete er. Inzwischen werde der Kontakt zu weiteren Schulen im südlichen Kreisgebiet aufgebaut. Markus Fleige, unter anderem als nationaler Organisator der Welt-Roboter-Olympiade aktiv, zeigte auf, wie solche Fördermöglichkeiten in die spannende praktische Umsetzung gelangen. „Die Teilnahme am Wettbewerb ist offen“, rief er auch die hiesigen Schulen auf, sich zu beteiligen. Die nächste Anmeldephase beginne im November dieses Jahres und ende im März 2018. Anica Althoff vom „zdi-Netzwerk Perspektive Technik“ berichtete anhand mehrerer Beispiele über die praktische Schwerpunktsetzung in der technischen Bildung im Nachbarkreis Unna – von der Kindertagesstätte bis zum Übergang von der Schule in den Beruf.

Für den Kreis Coesfeld freuten sich Landrat Dr. Schulze Pellengahr, Dezernent Detlef Schütt und Wilfried Mohring vom Regionalen Bildungsbüro über zahlreiche inhaltliche Impulse. Der Landrat betonte, dass mit Blick auf die Bedarfe der Betriebe im Kreis Coesfeld eine verstärkte technische Bildung zwingend notwendig sei. „Nicht zuletzt deshalb will der Kreis Coesfeld schon im nächsten Jahr das zdi-Zentrum in seinem bestehenden Bildungsbüro einrichten“, kündigte er an. Sowohl die aufgezeigten Erfahrungen und Praxisbeispiele aus dem Kreis Unna, als auch die Fördermöglichkeiten der Karl-Kolle-Stiftung seien wertvolle Anknüpfungspunkte für die künftige Arbeit.

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