Der Befreiung von Ausschwitz gedacht

|   Vreden

Über 70 Personen trafen sich 27. Januar im großen Sitzungssaal des Rathauses in Vreden, um der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und der Verfolgung und Vertreibung der jüdischen Mitbürger zu gedenken. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier von Andrea Küpers (Gitarre und Gesang) und Kim Bomkamp (Querflöte).

In seinem Grußwort sagte der stellvertretende Bürgermeister Hubert Lechtenberg, dass es wichtig sei, an die Verfolgung der jüdischen Mitbürger zu erinnern, damit so etwas nicht wieder vorkomme. Sixtina Harris, ehemalige Lehrerin der St. Georg-Schule und Vorsitzende der Stichting Kolle Kaal in Winterswijk, zeigte den Weg einer Schülergruppe bis zur Spurensuche in Winterswijk und der Begegnung mit Johanna Reis auf. Zuvor hatte die Schülergruppe das Buch von Johanna Reis „Und im Fenster der Himmel" gelesen. Johanna Reis ist mittlerweile 84 Jahre alt und war die letzten Jahre immer wieder zu Besuch in Deutschland, um Kindern und Jugendlichen aus ihrer Vergangenheit zu erzählen. Im April wird sie in die Niederlande kommen, dann wird die Neuauflage ihres Buches in niederländischer Sprache vorgestellt.

Im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung stand ein elfminütiger Film, der Johanna Reis mit Schülern im Kreishaus Borken im Gespräch zeigt. Kristin Kotz und Dagmar Sikora lasen anschließend zwei sehr eindrucksvolle Passagen aus dem Buch "Und im Fenster der Himmel" vor.

Nach der Totenehrung für die verstorbenen jüdischen Mitbürger aus Ahaus, Stadtlohn und Vreden dankte Josef Schubert für die Mitgestaltung und für den guten Besuch der Veranstaltung. Zum Abschluss wurde gemeinsam das Lied „Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt” gesungen.

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