Auf dem Weg in eine digitale Zukunft

|   Kreis Borken

Am 9. November trafen sich hochrangige Vertreter aus dem kommunalen Umfeld im  Wirtschaftszentrum der Stadt Gronau, um eine gemeinsame interkommunale Digitalisierungsstrategie zu beschließen. Eingeladen hatte der Zweckverband „Kommunale ADV Anwendergemeinschaft West“ (KAAW) zur alljährlichen Verbandsversammlung.

Als 40. Mitglied der KAAW wurde die Gemeinde Nordwalde mit Wirkung zum 1. Januar 2018 in die KAAW aufgenommen. Der KAAW gehören Kommunen aus den Kreisen Borken, Steinfurt, Mettmann und dem Landkreis Osnabrück an. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die vielfältigen Aufgabenfelder der Informationstechnologie gemeinsam bearbeiten.

„Einfach. Gemeinsam. Machen.“, so lautet das Motto des KAAW-Geschäftsführers Marcus Egelkamp, der in enger Kooperation mit einer externen Beratungsgesellschaft sowie zahlreichen Mitgliedskommunen die interkommunale Digitalisierungsstrategie in mehrtätigen Workshop-Terminen erarbeitet hat. Das Motto greift Regelungen des neuen E-Government-Gesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen auf, das den Kommunen den Weg ebnet, Bürgern und Gewerbetreibenden in den nächsten Jahren digitale Leistungsangebote zur Verfügung zu stellen.

„Einfach, weil einheitliche Technologien genutzt werden sollen wie das ServiceKonto.NRW“, so Egelkamp (siehe servicekonto.nrw). Mit Hilfe dieses Kontos kann sich jeder Einwohner in NRW ab sofort authentifizieren, um elektronische Verwaltungsangebote sicher nutzen zu können.

„Gemeinsam, da es in Zeiten zunehmender Bedrohungslagen und knapper IT-Fachexperten effizienter ist, Hochverfügbarkeitslösungen gemeinsam zu betreiben“, erläutert Egelkamp die bereits etablierte Form von sogenannten Shared-Service-Centern. „Machen, weil es bereits viele technische Lösungskomponenten gibt, die mit überschaubarem Aufwand den Bürgern, den Gewerbetreibenden, aber auch den Verwaltungsmitarbeitern hohe Mehrwerte liefern“, ist sich Egelkamp sicher.

Sechs Lösungsbausteine sollen bis zum Jahre 2025 dafür sorgen, dass gesetzliche Vorgaben fristgerecht umgesetzt werden und den Kommunen trotz knapper Ressourcen innovative Shared-Service-Ansätze geboten werden. „Eine individuelle Strategie ist aufgrund unterschiedlicher Gegebenheiten notwendig, diese kann und sollte auf einer gemeinsamen Grundlage erarbeitet werden“, zeigt sich Egelkamp vom Erfolg des interkommunalen Ansatzes überzeugt.

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