Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes kennengelernt

|   Vreden

Vom 8. bis zum 10. September fand für die Jugendfeuerwehr Vreden der Berufsfeuerwehrtag statt. Dort wird es den Jugendlichen ermöglicht, einmal den Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes kennen zu lernen und Einsätze realitätsnah zu erleben und abzuarbeiten.

Um 17 Uhr begann der Berufsfeuerwehrtag für die Wachabteilung A mit einer 24 Stunden-Schicht. Die zwölf Jugendlichen hatten allerhand Einsätze zu meistern. Der Dienst begann mit dem Herrichten der Schlafräume und der Einteilung der Einsatzfahrzeuge. Anschließend wurde bei einem gemeinsamen Abendessen erstmal der Hunger bekämpft, bevor es dann um 19.15 Uhr zum ersten Einsatz ging. In der Mauerstraße war es zu einem Brand im Erdgeschoss eines Wohnhauses gekommen. Hierbei wurden ein kleines Kind und ein Feuerwehrmann vermisst. Mehrere Trupps gingen zeitgleich zur Personensuche und zur Brandbekämpfung vor. Durch Nebel und Sichtschutzblenden wurde eine realitätsnahe „Nullsicht“ simuliert. In diesem Einsatz lernten die Jugendlichen das Vorgehen in Brandräumen und das Absuchen von Räumen nach Personen.

Viel Zeit zum Ausruhen blieb den Jugendlichen nicht, denn bereits um 22 Uhr ging es zum zweiten Einsatz. Diesmal wurde eine vermisste Person in einem Waldstück gemeldet. Die Jugendlichen lernten mittels Leinen und Wärmebildkameras große Flächen abzusuchen. Durch diese Techniken konnte die Person schließlich schnell und unverletzt aufgefunden werden. Anschließend konnte die Zeit genutzt werden, um sich über die Erlebnisse bei einer Partie am Kicker oder bei einem Film auszutauschen. Die restliche Nacht verlief ruhig.

Der dritte Einsatz folgte am Samstagmorgen um 6 Uhr. Dort wurden die Einsatzkräfte zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage alarmiert. Es handelte sich lediglich um einen Fehlalarm. Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden die Jugendlichen um 9 Uhr zu einer gestürzten Person alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine Person von einer Brücke gefallen war. Nun galt es, diese möglichst schonend und schnell an die Oberfläche zu holen. Hierzu wurde die Drehleiter inklusive einer Schleifkorbtrage eingesetzt. Knoten und Stiche konnten praxisnah vermittelt werden.

Zeitgleich trafen um 10 Uhr die zwölf Jugendlichen der Wachabteilung B am Gerätehaus ein. Nach der Übernahme der Schlafräume und der Rückkehr der Wachabteilung A gab es ein gemeinsames Mittagessen. Anschließend ging es zu einer gemeinsamen Kanutour auf der Berkel. Im Anschluss an die Kanufahrt um 17 Uhr beendete die Wachabteilung A dann ihre Schicht. Bereits um 17.15 Uhr rückte die Wachabteilung B zu ihrem ersten Einsatz aus. Auf der Berkel wurde ein Ölfilm gemeldet. Die Jugendlichen setzten mehrere Ölsperren, um eine weitere Ausbreitung der Flüssigkeit zu verhindern.

Im Anschluss wurde sich bei einem gemeinsamen Abendessen für die weiteren Einsätze gestärkt. Bereits um 19.30 Uhr ging es zu einem Brandeinsatz in die Mauerstraße. Auch die Wachabteilung B musste einen Brand im Erdgeschoss bekämpfen und zwei vermisste Personen suchen und retten. Gegen 22.30 Uhr wurden die Jugendlichen zu ihrem nächsten Einsatz alarmiert. Gemeldet wurde eine vermisste Person im Industriegebiet Gaxel. Eine offenbar verwirrte Person hatte sich im Industriegebiet verlaufen und war nicht mehr aufzufinden. Nachdem das Gebiet systematisch durchsucht worden war, konnte die Person gefunden und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Bei einem gemeinsamen Film konnten die Jugendlichen anschließend ein wenig entspannen. Die Nacht verlief ruhig. Doch bereits um 6 Uhr ging es zu einer eingeklemmten Person unter einer Baggerschaufel. Unter Einsatz von Hebekissen konnte die Person jedoch schnell befreit werden.

Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden die Ruhe und Aufenthaltsräume gesäubert, bevor es dann zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage ging. Doch auch dort wurde lediglich ein Fehlalarm festgestellt. Der Berufsfeuerwehrtag ging gegen 10 Uhr zu Ende.

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