Ahauser Feuerwehr ist gerüstet

|   Ahaus

Jüngst fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ahaus statt. In ihrem Grußwort lobte Bürgermeisterin Karola Voß die Feuerwehr mit ihren fünf Löschzügen und der Feuer- und Rettungswache als einen unverzichtbaren Bestandteil der Gefahrenabwehr unserer Stadt Ahaus. Sie dankte allen Feuerwehrleuten für ihren Einsatz und übernahm gemeinsam mit dem Leiter der Feuerwehr Berthold Büter und Hans-Georg Althoff die Aufgabe, Beförderungen, Ehrungen und Verabschiedungen in die Ehrenabteilungen durchzuführen.

Eine besondere Ehrung und Auszeichnung erhielt Hauptbrandmeister Ewald Damer vom Löschzug Ahaus durch den stellvertretenden Bezirksbrandmeister Oliver Wegner. Hauptbrandmeister Damer wurde in Würdigung seiner hervorragenden Leistungen das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bronze verliehen. Er ist seit dem 01.03.1976 aktives Mitglied und war maßgeblich an dem Aufbau der Brandschutzerziehung durch die Feuerwehr Ahaus beteiligt. Innerhalb des Löschzuges Ahaus war er langjährig in der Vorstandsarbeit des Löschzuges Ahaus aktiv tätig und hat so die Entwicklung des Löschzuges aktiv begleitet. Besonders gewürdigt wurde außerdem seine Tätigkeit als Kreisausbilder, dadurch gab er in verschiedenen Lehrgängen auf Kreisebene sein vielseitiges Fachwissen an junge Feuerwehrleute weiter.

Erster Beigeordneter Hans-Georg Althoff gab einen kurzen Überblick über die Finanzen, denn auch wenn die Brandschutzbedarfsplanung die grundsätzlichen Bedarfe der Feuerwehr festlegt, so wird doch die Ausprägung der Umsetzung ganz wesentlich durch den Haushalt geprägt. Die Investitionen im Bereich der Feuerwehr spielen im ausgeglichenen Haushalt 2018 mit rund 2,0 Mio. € eine gewichtige Rolle. Der Neubau des Standortes Nord steht genauso auf der Agenda wie die Erweiterung des Gerätehauses Ottenstein um dort die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung gewährleisten zu können. Ferner sind für den Neubau des Gerätehauses in Wüllen Planungskosten in den Haushalt aufgenommen worden. Mittel für den Beginn der Planungen des Um- und Ausbaus der Feuer- und Rettungswache am Adenauerring stehen ebenso zur Verfügung. Auch Fahrzeugbeschaffungen stehen auf dem Plan. So wurde bereits Anfang des Jahres die neue Drehleiter ausgeliefert, weitere Fahrzeugersatzbeschaffungen für verschiedene Standorte wurden benannt. „Die regelmäßigen Investitionen in erheblicher Größenordnung in die technische Ausstattung und auch in die Baumaßnahmen sind der deutliche und sichtbare Beleg dafür, dass die Feuerwehr mit der breiten Unterstützung aus Politik und Verwaltung rechnen kann“, so Althoff.

Und auch die Ahauser Bürgerinnen und Bürger stehen hinter ihrer Feuerwehr – so war zum Beispiel der „Tag der offenen Tür“ im September ein voller Erfolg. Dort konnten Feuerwehr und Rettungsdienst eindrucksvoll beweisen, was sich hinter dem Begriff „Retten, Bergen, Schützen“ im Zusammenspiel von ehren und hauptamtlichen Einsatzkräften verbirgt. Gerade die Kombination zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst gewährleistet eine bestmögliche Rettung nach medizinisch- und feuerwehrtaktischen Gesichtspunkten. Im Rahmen der Gespräche mit dem Kreis über die Fortführung der kombinierten Wache wird auch zukünftig an der bewährten Zusammenarbeit festgehalten.

Zurzeit steht die Feuerwehr in Ahaus – wie der Leiter der Feuerwehr Bertold Büter in seinem Jahresbericht darlegte – sehr gut da. Die Personalsituation ist stabil und die Jugendfeuerwehr mit ihren sehr engagierten einfallsreichen Gruppenbetreuerinnen und Betreuern sorgen dafür, dass jährliche Wechsel aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Mannschaft möglich sind. In 74 Brandeinsätzen war die Feuerwehr Ahaus im Jahr 2017 gefordert, dazu kamen 219 Technische Hilfeleistungen und 26 Brandsicherheitswachen. 53 Mal musste die Feuerwehr aufgrund von Fehlalarmen ausrücken.

Fundierte Aus- und ständige Fortbildung bilden die Grundlage für einsatztaktisch richtige und unfallfreie Einsätze. Den ständig wachsenden Anforderungen kann nur dann entsprochen werden, wenn die erforderlichen Fachkenntnisse vorhanden und ständig ergänzt werden. Zudem ist die körperliche Leistungsfähigkeit der Feuerwehrfrauen und –männer von großer Bedeutung. Zahlreiche Lehrgänge Seminare und berufliche Qualifizierungen wurden abgeleistet. Dazu zählen 342 Aus- und Fortbildungen insgesamt, 215 Lehrgangsteilnehmer aus dem Kreisgebiet wurden zudem am Standort Ahaus geschult. Nicht zu vergessen die Tätigkeit von 22 Brandschutzerziehern, die im gesamten Stadtbezirk 620 Kinder geschult haben.

Berthold Büter macht außerdem klar, dass die Ausstattung der Feuerwehr Ahaus auch in 2017 weitere Entwicklungsschritte gemacht hat. Die Beschaffung der Schutzanzüge und der Feuerwehrhelme konnte weiter fortgesetzt werden. Die neue Drehleiter sowie ein Mannschaftstransportwagen und ein neuer Kommandowagen sowie ein neuer Rettungswagen und ein Krankentransportwagen konnten in Dienst gestellt werden.

Aber auch bei den ganz großen Projekten hat sich in 2017 viel getan. Der Baubeginn für den Neubau Standort Nord steht kurz bevor. Der erste Bauabschnitt am Gerätehaus Ottenstein und die beiden Fahrzeughallen konnten im Mai mit einer Feierstunde in Betrieb genommen werden, der zweite Bauabschnitt steht für 2018 auf dem Plan. Für den Löschzug Wüllen sind ebenso politische Beschlüsse zu einem neuen Standort und einem Neubau des Feuerwehrhauses Wüllen gefasst worden. Die bauplanungsrechtlichen Verfahren laufen derzeit, so dass auch hier ein Baubeginn näher rückt. Für den Standort des Löschzuges Ahaus mit der Feuer und Rettungswache und der Jugendfeuerwehr wird Kürze ein Fachbüro zur Analyse und Beratung bzw. zur Überplanung der baulichen Anlage beauftragt werden.

Berthold Büter dankte allen Feuerwehrkameradinnen und Kameraden allen Kolleginnen und Kollegen für die gemeinsame gute Zusammenarbeit und Arbeitsleistung in dem zurückliegenden Jahr. „Das in Ahaus seit Jahrzehnten bewährte System, bestehend aus der Kombination von Rettungsdienst und Feuerwehr mit ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften gewährleistet die bestmögliche Gefahrenabwehr für unsere Stadt“, so der Leiter der Feuerwehr.

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