Spezielle AtemtherapieMittwoch, 01. Februar 2012

Atemphysiotherapeut Jean Chevalier aus Belgien (Dritter von links), weltweit anerkannter Experte, war zwei Tage Gast beim DRK in Borken.

„Jean Chevalier ist einer der besten Atemphysiotherapeuten, weltweit“, sagt Michael Gredig, Fachleiter beim Deutschen Roten Kreuz in Borken und zuständig für den medizinisch-therapeutischen Bereich des Integrations- und Therapiezentrums (ITZ). Der Belgier Chevalier war im Rahmen einer mehrtägigen internen Weiterbildung Gast-Therapeut und Referent beim DRK.  

Er war über Jahrzehnte Chefphysiotherapeut des Zeepreventorium und Asthmacentrums in De Haan/Belgien und entwickelte dort die so genannte „Autogene Drainage“. Diese vom Patienten zu erlernende spezielle Atemmethode wird ergänzend zur  medikamentösen Behandlung eingesetzt, zur gezielten Atemwegsreinigung bei schweren Erkrankungen der Lunge und des Bronchialsystems, berichtet das Rote Kreuz in seinem Pressedienst.

Im Rahmen des workshops in Borken behandelt Chevalier gemeinsam mit ebenfalls auf diese Methode spezialisierten Physiotherapeuten vor allem Patienten mit der Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose. Diese sind aufgrund einer fortschreitenden Verschleimung der Lunge auf eine tägliche „Autogene Drainage“  angewiesen.

„Wir erarbeiten und optimieren  die Atemtechnik über Jahre hinweg. Sie befähigt unsere Patienten in den unterschiedlichen Erkrankungsstadien, gezielt Brochialsekret zu lokalisieren, zu mobilisieren und möglichst effektiv zu entfernen, zum Beispiel durch abhusten“, so Renate Elseberg-Kraft, langjährige Physiotherapeutin beim DRK. „ Wir arbeiten mit Patienten ab dem frühesten Kindesalter und begleiten sie auch noch als Jugendliche und Erwachsene, da die Erkrankung Mukoviszidose bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht heilbar ist“,  so Elseberg-Kraft weiter.
„Die qualifizierte atemtherapeutische Behandlung von Patienten mit schweren Lungen- und Brochialerkrankungen ist seit über 20 Jahren einer von mehreren Behandlungsschwerpunkten beim Roten Kreuz in Borken. Gerade deshalb ist es uns wichtig den jeweils aktuellen Stand der Behandlungsmöglichkeiten zu kennen und anzuwenden. Unsere Patienten und unsere Therapeuten  freuen sich sehr, dass Jean Chevalier zum wiederholten Male den Weg zu uns gefunden hat“, erklärt DRK-Vorstand Anton Verschaeren.
 

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Beitrag von: Wochenpost
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