„Freiwilligendienst aller Generationen“Montag, 30. August 2010

„Freiwilligendienst aller Generationen“ – so heißt ein neues Rotkreuz-Modellprojekt. Es wird im Borkener Mehrgenerationenhaus an der Röntgenstraße 6 am 23. September vorgestellt.

„Freiwilligendienst aller Generationen“ heißt ein neues Projekt, dessen Träger im Kreis Borken das Deutsche Rote Kreuz sein wird. Es ist eine bundesweit Initiative des Bundesfamilienministeriums. Ferner wird über die Einführung des „freiwilliger Zivildienst“ und die Verknüpfung der beiden Projekte diskutiert. Hintergrund ist die geplante Aussetzung der Wehrpflicht und der dadurch wegfallenden Zivildienststellen. Das (bundesweite) Konzept „Freiwilligendienst aller Generationen“ sieht vor, dass damit bis zu 35.000 Freiwillige neu für bestimmte Projektarbeiten, die zeitlich begrenzt sein werden, gewonnen werden können.

 

Ein kleiner Teil davon dürfte demnächst in Einrichtungen im Kreis Borken aktiv werden. Das Rote Kreuz stellt dieses Projekt, das für Menschen praktisch aller Altersstufen geschaffen ist, im Rahmen der Aktionswoche „Bürgerschaftliches Engagement“ (20. bis 25. September) in seinem Mehrgenerationenhaus an der Röntgenstraße 6 in Borken am Donnerstag, 23. September, 11 Uhr, ausführlich vor.

 

„Es wird verschiedene Formen geben, wie sich Freiwillige engagieren können – ein sicherlich hochspannendes Projekt, das nachhaltig von Erfolg gekrönt sein dürfte“, schätzen Rotkreuz-Vorstand Anton Verschaeren und die Leiterin der Aktionswoche mit dem Thema „Engagement macht stark“, Christel Büning.

 

Das DRK begrüßt die Initiative der Bundesregierung, erklärte es in seinem Pressedienst: „Wir haben uns seit 40 Jahren an die wertvollen Dienste der Zivildienstleistenden gewöhnt. Ihr Einsatz für die Schwachen der Gesellschaft sollte erhalten bleiben in einer Weiterentwicklung der Kultur des selbstverständlichen freiwilligen Engagements“, sagte Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin. „Wir würden uns sehr freuen, wenn noch mehr junge Männer – und junge Frauen – auf diesem Weg in soziale Berufe hineinschnuppern können.“

 

Einen staatlich gesteuerten Freiwilligendienst lehnt das Rote Kreuz ab. Bei der Entwicklung eines „Freiwilligen Zivildienstes“, wie ihn Familienministerin Kristina Schröder (CDU) vorschlägt, muss nach Meinung des Deutschen Roten Kreuzes darauf geachtet werden, dass die Verantwortung, Durchführung und Verwaltung für freiwilliges Engagement bei den zivilgesellschaftlichen Trägern wie dem Deutschen Roten Kreuz verankert bleibt. Dazu gehören auch die Bildungsangebote.

 

Das Rote Kreuz freut sich besonders über den von der Ministerin angekündigten Ausbau der Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und die Erhöhung der finanziellen Förderung. Denn beim FSJ übersteigt laut DRK-Informationen die Nachfrage das Angebot, sodass das Rote Kreuz bereits vor der Initiative von Familienministerin Schröder die Schaffung von 5000 neuen FSJ-Stellen angeboten hatte. Auch im Kreis Borken ist das FSJ ein Selbstläufer.

 

Zum Hintergrund: Das Deutsche Rote Kreuz ist in Deutschalnd größter Anbieter von Freiwilligendiensten (10.200 FSJ-Plätze) und stellt im Zivildienst 9371 Zivildienstplätze in 1907 Zivildienststellen zur Verfügung (Stand: 1. August 2010). Die Organisation verfügt über reichlich Erfahrung und Expertise im Bereich bürgerschaftlichen Engagements und möchte diese in die Debatte einbringen, um die Einführung eines neuen „Freiwilligendienstes aller Generationen“ von Beginn an konstruktiv mitzugestalten.

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Delicious Facebook Twitter Google Kledy LinkArena Mister Wong MySpace OneView StudiVZ Webnews Yahoo Yigg
Beitrag von: Wochenpost
Zurück

Einen Kommentar schreiben



Bitte geben Sie die Buchstabenreihe im unteren Bild in das Textfeld über dem Absenden-Button ein.





Es sind noch keine Leserkommentare vorhanden, warum schreiben Sie nicht den ersten?