Während die Hochwassersituation in Gronau und Ahaus-Alstätte weiter angespannt ist, hat sich die Lage in den übrigen Teilen von Ahaus und in Heek beruhigt. Aktuell sind rund 850 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks sowie anderer Hilfsdienste - auch aus anderen Teilen von NRW - im Einsatz. Unterstützung kommt aus dem gesamten Regierungsbezirk Münster sowie die Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Köln.
Besonders im Blick hat die Einsatzleitung die Situation in Gronau. Der Pegel der Dinkel am nördlichen Stadtrand stieg bis 6.15 Uhr auf 2,47 Meter, danach stagnierte er. Normalerweise führt die Dinkel hier lediglich 30 Zentimeter Wasser. Im Ortsteil Epe ist der Fluss an mehreren Stellen über die Ufer getreten und trotz des Einsatzes von Sandsäcken und -sperren dringt das Wasser in den Ortskern vor. Keller von Wohn- und Geschäftshäusern wurden überflutet. Gefährdet ist aktuell das St.-Antonius-Hospital in Gronau. Zu seinem Schutz wird zurzeit ein Erdwall aufgeschüttet. Durch Sandsäcke soll zudem ein Großmarkt an der Fabrikstraße gesichert werden. In die Innenstadt fließt weiter Wasser, betroffen ist insbesondere die Bahnhofstraße. Landrat Dr. Kai Zwicker wird sich am Morgen selbst ein Bild von der Lage in Gronau machen. Er ist Leiter des Krisenstabs, der gestern im Borkener Kreishaus eingerichtet wurde.
In Ahaus sinken die Pegel der Ahauser Aa im gesamten Stadtgebiet und den Ortsteilen. Vor allem im Ortsteil Alstätte ist die Lage aber nach wie vor kritisch. Die Einsatzkräfte tauschen Sandsäcke aus und erhöhen die Dämme noch einmal. Der Wasserstand kann durch Pumpen gehalten werden. Geschützt werden müssen insbesondere die Turnhalle und das Feuerwehrgerätehaus. In der Innenstadt und im Ortsteil Ottenstein werden vollgelaufene Keller nun nach und nach ausgepumpt. In Ortsteil Graes werden einzelne Höfe mit Sandsäcken gesichert. Die Stromversorgung ist im gesamten Stadtgebiet stabil.
In Heek, wo die Situation gestern besonders kritisch war, hat sich die Lage entspannt. Die Freiwillige Feuerwehr Heek ist zurzeit mit Aufräumarbeiten beschäftigt und beseitigt weiter Schäden.
Hier sind noch einmal die Bilder vom Freitag: