Sprung nach vorneDienstag, 14. Februar 2012

Dieses Diagramm zeigt wie sich die Platzierungen des ";Jobcenter im Kreis Borken"; im landesweiten Vergleich verändert haben.

Seit Jahresbeginn 2011 stellen sich die bundesweit 422 Jobcenter einem öffentlichen Leistungsvergleich. Das "Jobcenter im Kreis Borken" hat sich dabei in den vergangenen Monaten immer weiter nach oben geschoben. Das berichtete Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster in der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Gesundheit.

Durch den Vergleich der einzelnen Träger sollen unter anderem Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit eröffnet werden. Ziel ist es gleichzeitig, Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Betrachtet werden im Wesentlichen die Entwicklung der ausgezahlten Leistungen zum Lebensunterhalt, die Quote der wieder in Arbeit integrierten Personen und die Veränderung bei der Gesamtzahl der Menschen, die über einen längeren Zeitraum Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II beziehen. Der Kreis Borken ist ein sogenannter Optionskreis. Gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen ist der Kreis Träger des Jobcenters, das Langzeitarbeitslose betreut und in Arbeit vermittelt.

Bei den ersten Vergleichen im Frühjahr 2011 hatte der Kreis Borken bundesweit insgesamt eine Mittelfeldposition eingenommen. In den jüngsten Auswertungen kann er nun diverse Spitzenpositionen verbuchen. "Besonders erfreulich ist die stetig positive Entwicklung", betonte Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster.

Bezogen auf den aktuellen Berichtsmonat September 2011 konnte der Kreis Borken die Ausgaben für Leistungen zum Lebensunterhalt im Vergleich der 53 nordrhein-westfälischen Träger am stärksten reduzieren. Auf Bundesebene nimmt der Kreis in diesem Bereich mit Rang 70 von 422 Trägern ebenfalls eine gute Position ein. "Primäre Ursache für die überdurchschnittliche Verminderung der Sozialausgaben ist der im Kreisgebiet vergleichsweise starke Rückgang der Zahl der Leistungsbezieher", so Hörster. Dieser sorgt ebenfalls für eine Spitzenposition im NRW-Vergleich. Lediglich im Kreis Höxter sank die Zahl der Langzeitbezieher von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II im September 2011 stärker als im Kreis Borken.

"Neben der positiven Wirtschaftssituation zeigen auch die gezielten Bemühungen des Jobcenters im Kreis Borken Wirkung", berichtet Abteilungsleiter Jürgen Ahlte. Aufgrund der unterdurchschnittlichen Ergebnisse in den ersten Vergleichsmonaten, suchten die Verantwortlichen aus Kreis, Städten und Gemeinden gemeinsam nach neuen Ansätzen. Dafür analysierten sie, welche Gruppen besonders von langer Arbeitslosigkeit und einem langfristigen Hartz IV-Bezug betroffen sind.

Inzwischen belegt der Kreis bei der Quote der wieder in Arbeit integrierten Personen im Landesvergleich Rang 9. Auffällig bleibt außerdem eine im überregionalen Trägervergleich zusätzlich hohe Integration in geringfügige Beschäftigungsverhältnisse.

Von der insgesamt positiven Entwicklung können inzwischen auch die Langzeitleistungsbezieher, das sind Menschen, die bereits seit zwei Jahren im Hilfebezug sind, profitieren. Zum Jahresbeginn 2011 war die Zahl dieser Personen noch ansteigend. Seit Mai 2011 ist die Größe dieser Gruppe stark rückläufig, sodass der Kreis hier im NRW-Vergleich inzwischen den zweiten Platz belegt.

"Insgesamt ist die im bundesweiten Leistungsvergleich positive Entwicklung des Jobcenters im Kreis Borken bemerkenswert und eine Bestätigung für die zielgerichteten Aktivitäten", konstatierte Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster. Auch für das Jahr 2012 werde das "Jobcenter im Kreis Borken" weiterhin ambitionierte Ziele verfolgen, um die Betreuung der Langzeitarbeitslosen zu verbessern und möglichst viele in Arbeit zu vermitteln.

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Beitrag von: Wochenpost
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