Kriminalhauptkommissar Jörg Kerschek von der Kreispolizeibehörde Borken im Gespräch mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Arbeitstreffens.
Vertreterinnen und Vertreter der Krisenteams, die inzwischen an allen weiterführenden Schulen im Kreis Borken bestehen, haben jetzt im Borkener Kreishaus ihre Erfahrungen ausgetauscht. Zu dem Treffen eingeladen hatte der Lenkungskreis "Krisenprävention und Intervention an Schulen des Kreises Borken".
In dem Gremium, das seit 2010 besteht, arbeiten Polizei, Schulpsychologie und Schulaufsicht zusammen. Ziel ist es, Schulen auf krisenhafte Ereignisse vorzubereiten und Maßnahmen der Vorbeugung zu entwickeln. Ein Baustein der Arbeit sind Fortbildungen für die schulischen Krisenteams.
"Unser Ziel ist es, den dort eingebundenen Lehrerinnen und Lehrern eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und fachliche Begleitung zu bieten", sagte Dr. Sascha Borchers, Schulpsychologe und Geschäftsführer des Lenkungskreises. Angestrebt sei, in den Schulen eine "Kultur des Hinsehens" zu entwickeln. Dabei richte sich das Augenmerk nicht allein auf schwere Gewalttaten, sondern auch auf andere schulische Krisen wie Konflikte, Unfälle oder plötzliche Todesfälle.
Die in den vergangenen Jahren aufgetretenen Fälle von schwerer zielgerichteter Gewalt an deutschen Schulen haben in der Nachfolge zu vielfältigen Initiativen geführt, unter anderem zur Gründung der schulischen Krisenteams. Im Kreis Borken wollen diese in Zukunft zwei Mal pro Jahr zu Arbeitstreffen zusammenkommen.
Weitere Informationen zum Thema "Krisenintervention an Schulen" gibt es im Internet auf der Seite der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Borken unter www.rsb-borken.de.