Mitglieder entlasten Vorstand des TrägervereinsSonntag, 11. Dezember 2016

Der Vorsitzender des Trägervereins der Landesmusikakademie NRW e.V., Reinhard Knoll (r.), bedankt sich bei Werner Middendorf für seine langjährige konstruktive Mitarbeit im Vorstand.

Unter der Leitung des Präsidenten des Landesmusikrats NRW Reinhard Knoll – gleichzeitig Vorsitzender des Trägervereins Landesmusikakademie NRW – tagte jetzt die Mitgliederversammlung in den Räumlichkeiten der Akademie. Themenschwerpunkte waren die turnusmäßigen Vorstandswahlen und die Haushaltsberatungen.

Nach den Tätigkeitsberichten und der Veröffentlichung des Rechnungsprüfungsberichts der Revision des Kreises Borken über das Haushaltsergebnis 2015 (Einnahmen und Ausgaben jeweils 2,5 Millionen Euro) wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Die vom Geschäftsführer Gerd Kühlkamp vorgelegten Haushaltspläne (Nachtragshaushalt 2016, Haushaltsansatz 2017) wurden einstimmig beschlossen. Die turnusmäßigen Vorstandswahlen ergaben, dass Reinhard Knoll für weitere drei Jahre Vorsitzender des Trägervereins Landesmusikakademie NRW bleibt. Zu seinen Stellvertretern wurden der Heeker Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff und Georg Kindt gewählt. Als Beisitzer wählte die Versammlung den Landtagsabgeordneten Andreas Bialas, Volker Gerland, Dr. Walter Lindenbaum, Paul Schulte, Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg, Dr. Robert von Zahn und Landrat Dr. Kai Zwicker. Verabschiedet wurde nach langjähriger Mitarbeit Werner Middendorf, der aus persönlichen Gründen nicht erneut kandidierte.

Dem Tätigkeitsbericht der Direktorin Antje Valentin war zu entnehmen, dass sich die Auslastung der Akademie wie bereits in den vergangenen Jahren konstant über 20.000 Teilnehmertage hält. Bis zum Jahresende werden 21.100 Teilnehmertage erwartet. Damit haben im Jahr 2016 rund 8.900 Besucher die Bildungseinrichtung in Heek-Nienborg besucht. Die diesjährige Übernachtungszahl liegt bei 15.200. Die Nachfrage für das kommende Jahr 2017 ist ungebrochen. In der Zeit von Januar bis Oktober fanden bereits 35 Konzerte mit 4.250 Besuchern statt; insgesamt gibt es im Jahr 2016 278 Veranstaltungen. Neben einem großen Anteil an Gastbelegungen der Trägerverbände und Fremdbelegungen mit Orchestern, Chören und Ensembles aus allen Bereichen des Musiklebens zeichnete die Akademie selbst für 129 Veranstaltungen, die auch dezentral in ganz Nordrhein-Westfalen stattfanden, verantwortlich.

Antje Valentin berichtete auch über die inhaltlichen Planungen des kommenden Jahres mit Höhepunkten wie z.B. der neu konzipierten Jazzakademie, einer Interkulturellen Chorfachtagung und der World Percussion Academy. Weitere Informationen zum Jahresprogramm 2017 gibt es unter www.landesmusikakademie-nrw.de oder Tel. 02568 9305-0.

Thema des inhaltlichen Teils der Mitgliederversammlung war die musikalische Arbeit in Krisengebieten und mit Geflüchteten. In einem öffentlichen Vortrag mit anschließendem Podiumsgespräch stellte Initiatorin Laura Hassler das internationale Projekt „Musicians Without Borders“ vor. Seit 16 Jahren arbeiten die Mitarbeiter und Trainer des Projekts in Krisengebieten wie dem Balkan und Palästina, inzwischen auch in Flüchtlingscamps in den Niederlanden. Ziel ist es, durch musikalische Aktionen auf nonverbaler Ebene Begegnung und Interaktion zu ermöglichen und Trauma zu lindern. Im anschließenden Podiumsgespräch tauschten sich Laura Hassler, Marion Haak-Schulenburg (ehemals Barenboim-Said Stiftung, Palästina, Trainerin für Musicians Without Borders), Reinhard Knoll (Präsident Landesmusikrat NRW) und Thomas Horrion (Mandolinen-konzertgesellschaft Wuppertal, Sparda-Preisträger für das Flüchtlingsprojekt der MaKoGe) aus, die Moderation übernahm WDR3-Moderator Tom Daun.

Vorab bestand Gelegenheit, in einem dreistündigen Workshop mit Marion Haak-Schulenburg und Laura Hassler eine Einführung in musikalische Gruppenarbeit mit Geflüchteten in den Bereichen Stimme, Bewegung und Rhythmus zu erleben. Die gelungene Veranstaltung stellt den Auftakt zur weiteren Kooperation mit der Partnerakademie Akoesticum in Ede (NL) dar. Über Interreg-Mittel gefördert werden dort und in Heek weitere Expertentagungen zum Themenfeld kulturelle Arbeit mit Geflüchteten stattfinden.

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Delicious Facebook Twitter Google Kledy LinkArena Mister Wong MySpace OneView StudiVZ Webnews Yahoo Yigg
Beitrag von: Wochenpost
Zurück

Einen Kommentar schreiben



Bitte geben Sie die Buchstabenreihe im unteren Bild in das Textfeld über dem Absenden-Button ein.





Es sind noch keine Leserkommentare vorhanden, warum schreiben Sie nicht den ersten?