Jahrestagung in der LandesmusikakademieFreitag, 27. Januar 2017

Akademieleiter der Bundesakademien und Landesmusikakademien in Deutschland bei ihrer Tagung in der Landesmusikakademie NRW. In der Mitte (10./11.v.l.): die Verbandssprecher Antje Valentin (Landesmusikakademie NRW) und Guido Froese (Nordkolleg Rendsburg). Foto: Sabine Lahl

29 Akademiedirektoren, Geschäftsführer und Bildungsreferenten aus 23 Mitgliedsakademien trafen sich vom 23. bis 25. Januar zur Jahrestagung des Verbands der Bundes- und Landesmusikakademien. Antje Valentin, die als Verbandssprecherin durch das Programm führte, hatte ihre Kollegen zum diesjährigen Treffen nach Heek eingeladen.

Im Fokus stand der fachliche Austausch, der von mehreren Gastvorträgen umrahmt wurde. Der Vorsitzende der Rektorenkonferenz der 24 Musikhochschulen in Deutschland, Prof. Dr. Martin Ullrich (Musikhochschule Nürnberg), sprach über Fragen der Zusammenarbeit. Zum Thema „Diversitätsbewusste Kulturelle Bildung“ äußerte sich die Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung Remscheid, Prof. Dr. Susanne Keuchel, und der Leiter des Musikinformationszentrums (miz) Deutschland, Stephan Schulmeistrat, beleuchtete die Vernetzung und Darstellung der Akademieangebote. Das Projekt Brückenklang und die Förderung von Musikprojekten mit Geflüchteten stellte schließlich der Generalsekretär des Landesmusikrats NRW, Dr. Robert von Zahn, vor. Eine Führung durch die Häuser und Säle der Landesmusikakademie NRW und ein Konzert des Trios Sincopa mit zwei Gitarren und einer Ba?lama am Dienstagabend rundeten die Tagung ab.

Die Bundesakademien und Landesmusikakademien in Deutschland bieten abgeschieden von der Hektik des Alltags Raum, Zeit und Initiativen für den musikalischen Prozess. Sie eröffnen ideale Möglichkeiten für Einkehr und Konzentration, für Kreativität und Experiment. Musikakademien wirken als Kulturveranstalter, sind Projektträger und vernetzen.

Seit 1985 arbeiten sie in einem Arbeitskreis zusammen und haben sich Anfang 2015 zu einem Verband zusammengeschlossen. Derzeit gehören 23 Akademien zum Verband. Neben ihrer Funktion als musikspezifische Tagungshäuser bieten die Mitgliedseinrichtungen eigene Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Laien-, Nachwuchs- und Berufsmusiker an und unterstützen die Fortbildungsziele der Musikverbände und -vereine. So entwickelt jede Akademie im Laufe der Jahre ein eigenes Profil, das von der elementaren Musikerziehung über Interpretation bis zur Vermittlung von Musik reicht.

Öffentliche Kongresse und Konzerte ergänzen das Veranstaltungsprogramm und laden interessierte Besucher ein. Chöre und Orchester, Laienmusiker, Musikschüler und Pädagogen, Theatergruppen, Meisterkursteil-nehmer und Dozenten nutzen die Akademien sowie deren fachgerechte Ausstattung mit Instrumenten, Noten und Unterrichtsmaterial. Dort arbeiten und wohnen sie unter einem Dach, um sich auszutauschen, Kenntnisse zu erweitern, neue Ideen zu entwickeln oder Projekte vorzubereiten.

www.musikakademien.de

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Beitrag von: Wochenpost
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