Aktuelle Diagnostik und Therapie beim LungenkarzinomSonntag, 30. April 2017

Die Zuhörer nahmen viele Informationen auf.

Das erste Onkologische Symposium unter Leitung von  Dr. Bernd Jung, Chefarzt der Abteilung  Hämatologie / Onkologie, widmete sich einem der wichtigsten onkologischen Themenbereiche, der aktuellen Diagnostik und Therapie des Lungenkarzinoms. Das Lungenkarzinom zählt weiterhin zu den häufigsten Tumorerkrankungen weltweit. In Deutschland werden jährlich rund 50000 Neuerkrankungen diagnostiziert.

In den letzten Jahren gab es, so Dr. Jung, entscheidende Verbesserungen in der Diagnostik und neue, innovative Therapieansätze. Zunächst berichteten Herr Dr. Platen, leitender Arzt der Pneumologie MHK Stadtlohn, und Herr Prof. Gerharz (Krankenhaus Bethesda, Duisburg) über neue Diagnostische Möglichkeiten wie das PET-CT in der präoperativen Diagnostik sowie Entwicklungen in der Molekularpathologie, eine Voraussetzung für den Einsatz neuer Medikamente.

Herr Dr. Hillejan, Chefarzt der Thoraxchirurgie im Krankenhaus St. Raphael, gab einen Überblick über die derzeitigen chirurgischen Möglichkeiten wie z.B. die Durchführung organerhaltender Eingriffe (Manschettenresektion). Herr Dr. Horst vom Zentrum für Strahlentherapie in Bocholt stellte unter anderem die sog. Stereotaktische Bestrahlung vor, ein Verfahren, welches bei Patienten im frühen Stadium in vielen Fällen einen operativen Eingriff ersetzen kann. Herr Dr. Jung stellte die Fortschritte der sich in den letzten Jahren rasant entwickelnden medikamentösen Therapie beim Lungenkarzinom vor.  

Die sogenannte zielgerichtete Tumortherapie (Tyrosinkinaseinhibitoren), welche in Tablettenform verabreicht wird, ist bei bestimmten Patientengruppen (Positive Molekularpathologie) der Chemotherapie deutlich überlegen. Die neueste Entwicklung stellt die sogenannte Immuntherapie dar. Durch diese Medikamente (Infusionen) wird das körpereigene Immunsystem aktiviert und bekämpft den Tumor. In diesem Jahr hat diese Therapie in den aktuellen Leitlinien erstmals die Chemotherapie in der Erstbehandlung des fortgeschrittenen Lungenkarzinoms bei definierten Patientengruppen verdrängt.

Alle neuen Medikamente einschließlich der Immuntherapie, so Dr. Jung, sind im KMH verfügbar und kommen dort zum Einsatz.

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Beitrag von: Wochenpost
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