Schnuppertag im KunststoffgewerbeDienstag, 04. April 2017

Tomasz Szymanski erklärt Bürgermeister Kleweken (mitte) und Agenturleiter Meiners (rechts) Berechnungen anhand der technischen Zeichnungen.

Eigentlich ist Papier der Werkstoff mit dem Johann Meiners, Leiter der Agentur für Arbeit Coesfeld und Friedhelm Kleweken, Bürgermeister der Gemeinde Legden, am häufigsten zu tun haben. Für einen halben Tag ersetzte jetzt Kunststoff das bekannte Papier, denn beide tauschten ihren Arbeitsplatz, um einen Einblick in andere Berufe zu erhalten. Bei der Firma PROFILAN Kunststoffwerk GmbH & Co in Legden schauten sie sich die Arbeit vor Ort an und arbeiteten selber mit.

An einer Tischfräse, dem Arbeitsplatz von Tomasz Szymanski, durften die beiden Praktikanten eine Kunststoffleiste bearbeiten. „Zwar ist der Werkstoff hier Kunststoff, die Arbeit in der Fertigung ist aber - vergleichbar mit dem, was ein Tischler macht“, erklärt Marco Hilbring, Mitglied der Geschäftsführung bei PROFILAN. So sind räumliches Denken, gute Mathematikkenntnisse als auch handwerkliches Geschick für die Tätigkeit wichtig. Meiners und Kleweken arbeiteten Hand in Hand an der Tischfräse und probierten sich im Handwerk, auch, wenn nicht immer alles glatt lief: „Die Seite ist nicht ganz gelungen, aber das kann ich noch retten“, erklärte Szymanskinach dem ersten Versuch. Er selbst hatte ursprünglich Maurer gelernt, bevor er eine Ausbildung bei PROFILANzum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik anfing. Auf die Frage, was für ihn einen erfolgreichen Arbeitstag ausmacht antwortete er ganz spontan:  „Wenn ich am Ende des Tages viel geschafft habe!“

„Viele spannende Ausbildungsberufe warten darauf von Jugendlichen entdeckt zu werden. Denn es gibt mehr als nur die zehn Bekanntesten. Auf diese tollen Möglichkeiten möchten wir hinweisen und sie mit unserem Praktikum selber auch besser kennen lernen“, berichtet Johann Meiners. Dabei ist die Wahl nicht ohne Grund auf die Firma PROFILANgefallen, wie er erklärt: „Metall und Holz sind Werkstoffe, die viele Jugendliche im Blick haben, wenn es um die Berufswahl geht. Kunststoff ist da nur selten im Fokus.“ Das sieht auch Legdens Bürgermeister so: „Gerade die Kunststoffindustrie ist ein sehr großer Wirtschaftszweig vor Ort, der unserer Region weltweit  Bedeutung verschafft. Wie wir auch heute wieder sehen konnten, bietet sie ganz tolle berufliche Möglichkeiten“, so Kleweken.

Im Rahmen der bundesweiten „Woche der Ausbildung“, die durch die Bundesagentur für Arbeit mit den Partnern am Ausbildungsmarkt jährlich durchgeführt wird, will man Arbeitgeber und junge Menschen darauf aufmerksam machen, welche Chancen und Vorteile eine berufliche Ausbildung hat. Für PROFILAN hat die Ausbildung einen großen Stellenwert. „Wir bilden jährlich aus, denn ein gut qualifizierter Nachwuchs ist für unser Unternehmen immens wichtig. Dabei legen wir viel Wert darauf, dass alle Bereiche des Unternehmens kennen gelernt werden“, erklärt Werner Wöhrmann, Geschäftsführer bei PROFILAN. Auch Hubert Rosing, ebenfalls Geschäftsführer, sieht das so: „Egal in welcher Abteilung jemand bei uns arbeitet, wenn er die anderen Bereiche und deren Aufgaben kennt, funktioniert die Zusammenarbeit deutlich besser.“

Die letzte Station für die Praktikanten aus dem Rathaus und der Arbeitsagentur ist an diesem Nachmittag das Lager. Hier erklärt Til Basting Ihnen die Arbeit. Er macht derzeit ein Praktikum bei PROFILAN und möchte im Sommer mit einer Ausbildung im Unternehmen durchstarten. Er zeigte Meiners und Kleweken, die Abläufe und hat sie in die Bedienung des Gabelstaplers eingewiesen. Fahren durften beide jedoch ohne Prüfung nicht. Für Meiners und Kleweken brachte der Nachmittag viel Interessantes: „Wir konnten einen Einblick in spannende Berufe und ein tolles Unternehmen erhalten“, bedankte sich Kleweken. Auch Meiners hatte für sich viele neue Eindrücke gewonnen: „Neben tollen engagierten Mitarbeitern haben wir heute auch viel neues über die Berufe hier gelernt. Für mich eine Interessante Erfahrung. Es lohnt sich, auch in anderen Branchen über ein Praktikum nachzudenken.“ Gleiches rät der Arbeitsmarktexperte auch Jugendlichen: „Damit lassen sich tolle und spannende Einblicke in verschiedene Berufe schaffen. Es lohnt sich, in Berufe hinein zu schnuppern und sich mit den vielen Möglichkeiten zu beschäftigen.“

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Beitrag von: Wochenpost
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