Jugend trifft AlterSamstag, 18. Februar 2017

Generationen tauschten sich aus.

Was haben ältere Menschen in ihrer Vergangenheit erlebt, wie erleben Jugendliche in der heutigen Zeit ihr Leben? Dieser Frage gingen Schüler der Berufsfachschule nach, die gerade die Sozialassistentenausbildung im Berufskolleg Canisiusstift Ahaus absolvieren. Sie besuchten dazu Seniorinnen und Senioren des Caritas Seniorenheims Heinrich-Albertz-Haus in Ahaus. Begleitet wurden die Teilnehmer/innen der gemeinsamen Gesprächsrunde vom Heimleiter Martin Overbeck, der Sozialarbeiterin des Seniorenstiftes, Annette  Ising, und der Fachlehrerin Mechthild Passerschröer vom Berufskolleg Canisiusstift Ahaus.

Nachdem das „erste Eis“ gebrochen war, kam es zum interessanten Austausch zwischen Jung und Alt. „Welchen Beruf haben Sie früher gehabt?“,  „Wie haben Sie Ihre Schul- und Berufszeit erlebt?“ – diese und  andere Fragen zu Hobbys, Familie  und zeitgeschichtlichen Ereignissen stellten die angehenden Sozialassistenten und mussten daraufhin erstaunt feststellen, wie schwer es in den damaligen Zeiten die heutigen Senioren hatten. Bei vielen der sogenannten Kriegskindergeneration kommen immer noch alte Erinnerungen hervor, an „Bombenkrieg“,  Vertreibung und an Vätern, die im „Feld waren“ oder gefallen sind.

Im Anschluss erzählten die Schüler/innen von ihren Erfahrungen  mit Schule, aber auch von ihren Eltern, die nicht allzu selten  in Trennung/ Scheidung leben und von den daraus folgenden Auswirkungen auf das heutige Familienleben. Einige Senioren  berichteten, dass sie als Kinder  jeden Morgen vor dem Unterricht den Gottesdienst besuchen mussten. Und dass sie, obwohl nicht viel Geld zur Verfügung stand,  früher mit Kleinigkeiten zufrieden waren. Das Spielzeug wurde im Gegensatz zu heute selber gebastelt und nicht „fertig“ gekauft. Thema war zudem die sich verändernde Welt, politische Themen kamen dabei auch nicht zu kurz. So blieb die Diskussion um den neuen deutschen Bundespräsidenten nicht aus  - wie auch die Zukunft der Rente. Nach der Diskussionsrunde stand für alle fest: Jung und Alt haben sich vieles zu sagen. Die angehenden Sozialassistenten fanden den Vormittag so interessant, dass sie am liebsten noch länger geblieben wären, statt zurück in die Schule zu gehen. Auch die Senioren betonten, wie gelungen der Vormittag gewesen sei und dass sie sich über den Kontakt mit den Jugendlichen gefreut hätten.

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Beitrag von: Wochenpost
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