Erste Gründerschmiede im Kreis Borken eröffnetSamstag, 03. Dezember 2016

Andrea Severiens (r.), Projektkoordinatorin der Gründerschmiede und WFG-Gründungsberaterin Ulrike Wegener (2.v.l.) übergaben die Gründerschmiede auf dem d.velop Campus in Gescher jetzt an Gründungsinteressierte, die hier Ideen entwickeln und in Know-how für eine selbstständige Tätigkeit erwerben können.

„Die Resonanz auf unseren Aufruf für die erste Gründerschmiede im Kreis Borken war sehr groß“, freut sich Andrea Severiens, die als Projekt-Koordinatorin bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) die Gründerschmiede gemeinsam mit WFG-Gründungsberaterin Ulrike Wegener betreut. 13 potentielle Unternehmerinnen und Unternehmerin konnten jetzt ihre Gründerschmiede auf dem Gelände des d.velop Campus in Gescher im Rahmen einer Eröffnungsveranstaltung in Augenschein nehmen. In dem großzügigen Raum ist an alles gedacht und mit Wohlfühlambiente inszeniert: Schreibtische zum Arbeiten, Tische zum Networken, Sitzgelegenheiten, um Ideen sacken zu lassen.

„Wir wollten eine Atmosphäre schaffen, in der sich die Teilnehmer der Gründerschmiede gern treffen und austauschen“, betont Ulrike Wegener und führt weiter aus, dass auch die weiteren Rahmenbedingungen auf dem d.velop Campus für potentielle Jungunternehmen z.B. mit anmietbaren Konferenzräumen und Zugang zu Catering geradezu ideal seien.

Ausgestattet mit jeweils eigenem Schlüssel können sich die 13 Teilnehmer, die aus Tätigkeiten in den verschiedensten Branchen langjährige Berufserfahrungen und Qualifikationen aus z.T. Führungspositionen mitbringen, flexibel innerhalb der nächsten sechs Monate in der Gründerschmiede treffen, um die eigene Visionen von einer Tätigkeit in Selbstständigkeit auszuarbeiten - im Idealfall bis zum Businessplan. Dabei werden sie nicht allein gelassen. Begleitende regionale und münsterlandweite Workshopangebote, wie z.B. zu Kreativitätstechniken oder zur Teambildung, werden bereits in den kommenden Wochen angeboten. Daneben werden sie durch die Projektkoordinatorin Andrea Severiens betreut sowie durch Experten aus der Praxis.

Im Rahmen der Einweihungsfeier begrüßten auch WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider und Christoph Pliete, Vorstand der d.velop AG die Teilnehmer. Dabei blickte Christoph Pliete auf seinen beruflichen Werdegang und die Entwicklung von d.velop zurück und motivierte die Gründungswilligen stets an die eigene Idee zu glauben. Welche Faktoren über Erfolg oder Nichterfolg einer Gründung entscheiden, legte Ulrike Wegener in ihrem Impulsvortrag dar. Neben der Überzeugung von der eigenen Idee, zählen Beharrlichkeit und Ausdauer, Offenheit und Lernfähigkeit, Kreativität und Einfallsreichtum, ebenso wie Risikobereitschaft, Teamgeist, Vertriebsorientierung und vor allem auch Empathie.

„In der Gründerschmiede finden die Teilnehmer ideale Bedingungen vor, um die Risiken überschaubar zu halten und gut vorbereitet in die Selbständigkeit zu starten“, so Wegener. Die Erwartungshaltung und Beweggründe der Teilnehmer sind dabei unterschiedlich. Seit Jahren interessiere ich mich für die Start-up Szene. Diese befindet sich bekanntlich nicht unbedingt im Münsterland. Ich musste immer wieder beobachten, wie viele meiner Ideen, die ich teilweise schon einige Jahre zuvor hatte, von anderen tatsächlich umgesetzt wurden. Per Zufall fiel mir eine Einladung zum Projekt Gründergeist@Münsterland in die Hände. Durch dieses Projekt erhoffe ich mir eine persönliche Weiterentwicklung. Ein Treffen mit Gleichgesinnten, das Potenzial im Münsterland ist offensichtlich vorhanden und ob die Zeit dafür reif ist, wird sich noch herausstellen“, begründet Mohamed Ramadan seine Teilnahme an der Gründerschmiede. „Es geht schließlich nicht nur um Ideen oder Businesspläne, sondern um die Seele des Unternehmertums. Was macht einen Unternehmer aus? Bin ich das?“ – Antworten auf diese Fragen erhofft sich innerhalb der nächsten sechs Monate Gründerschmiede-Teilnehmer Thomas Nünning.

Finanziell wird die Gründerschmiede im Rahmen des Projektes Gründergeist@Münsterland aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. So ist die WFG einer von sechs Partnern des Förderprojekts, das unter Federführung des Münsterland e.V. mit einem Gesamtvolumen von 800.000 Euro umgesetzt wird. Herzstück des Projektes sind fünf miteinander vernetzte Gründerschmieden in den vier Kreisen des Münsterlandes und der Stadt Münster, in denen Gründungswillige sechs Monate lang professionell begleitet an ihrer Projektidee arbeiten können.

„Mit dem Projekt bietet sich für alle, die Lust auf eine Tätigkeit in Selbstständigkeit haben, die einmalige und kostenlose Chance, auch ohne feste Gründungsidee mit Gleichgesinnten eine konkrete Geschäftsidee zu entwickeln und für die Umsetzung das nötige Know-How vermittelt zu bekommen“, so Andrea Severiens. Interessenten, die an der nächsten Runde in der Gründerschmiede ab Mai 2017 teilnehmen möchten, können sich unverbindlich über das Projekt informieren unter: severiens@wfg-borken.de, Tel. 02561/97999-71.

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Beitrag von: Wochenpost
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