Gute Erfahrungen mit Dualem Studium gemachtDonnerstag, 20. April 2017

WFG-Projektleiterin Andrea Severiens befragte (v.l.) Dr. Jörg Detering, Firma Grunewald, und Andre Hüttemann, Firma Contenit, sowie den dual Studierenden Matthias Bölting zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen zum Dualen Studium an der Westfälischen Hochschule in Bocholt und Ahaus.

Auszubildende, die ein duales Studium an der Westfälischen Hochschule an den Studienorten Bocholt und Ahaus absolvieren, sind auch für kleine und mittelständische Betriebe eine interessante Alternative, um gute Nachwuchskräfte für den Betrieb zu gewinnen. Dies wurde auf einer gut besuchten Informationsveranstaltung der Westfälischen Hochschule in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) und der Wirtschaftsförderung Bocholt deutlich.

 

Ein duales Studium biete vielfältige Vorteile, so Robin Gibas, der in der Westfälischen Hochschule für das Duale Studium zuständig ist. Die Abbrecherquote sei ausgesprochen gering, die dual Studierenden seien überdurchschnittlich leistungsstark und man habe den Vorteil, dass Theorie und Praxis eng verzahnt würden. Beim Dualen Studium wird in den ersten zwei Jahren parallel neben dem Studium eine betriebliche Ausbildung absolviert. In den dann folgenden zwei Jahren wird im Rahmen eines Vollzeit-Studiums der Bachelor-Abschluss erreicht.

 

Besonders vorteilhaft sei der enge Bezug zum jeweiligen Betrieb: Im Rahmen der Ausbildungsphase in den ersten zwei Jahren seien die Studierenden an nur zwei Tagen in der Woche in der Hochschule und an drei Tagen pro Woche im Betrieb. Während des anschließenden Vollzeitstudiums werde vier Tage an der Hochschule studiert und an einem Tag könne im Betrieb gearbeitet werden. Darüber hinaus stünden die Studierenden dem Betrieb auch während der vorlesungsfreien Zeit zur Verfügung. Während der Ausbildungsphase werde den Studierenden eine Ausbildungsvergütung gezahlt. Auch das sei ein wesentlicher Vorteil für die Finanzierung des Studiums.

 

Robin Gibas betonte die deutlichen Synergieeffekte, wenn – wie üblich – das Studienfach und die Ausbildungsrichtung sich wie etwa in der „Mechatronik“ thematisch entsprechen. Zumindest theoretisch wäre aber auch eine beliebige Kombination zwischen Ausbildungsfach und Studienfach möglich. Ein duales Studium sei möglich in den Fächern Bionik, Wirtschaft, Mechatronik, angewandte Elektrotechnik sowie Informatik/Softwaresysteme. Die Fächer Angewandte Elektrotechnik und Informatik/Softwaresysteme würden auch in Ahaus dual angeboten.

In einer von WFG-Projektleiterin Andrea Severiens moderierten Gesprächsrunde erläuterten Dr. Jörg Detering von der Firma Grunewald aus Bocholt sowie Andre Hüttemann von der Firma CONTENiT, ebenfalls aus Bocholt, sowie Student Matthias Bölting ihre jeweiligen Erfahrungen mit dem dualen Studium. Dr. Detering betonte, dass die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein duales Studium absolvierten, durch die Einbindung in die betriebliche Struktur zugleich auch Teamfähigkeit und Einfühlungsvermögen in betriebliche Abläufe lernen. Er könne die Form des dualen Studiums sowohl für Betriebe als auch für Studierenden nachhaltig empfehlen.

 

Dies bestätigte Andre Hüttemann und betonte, dass gerade auch die Gewöhnung an betriebliche Belange und Notwendigkeiten sowohl für Betriebe als auch für Studierende besonders vorteilhaft seien. Als dual Studierender konnte Matthias Bölting auf seine praktischen Erfahrungen verweisen, wobei er die Kenntnis der betrieblichen Abläufe besonders vorteilhaft findet. Aber auch die Zahlung einer Ausbildungsvergütung und die Möglichkeit, regelmäßig im Betrieb arbeiten zu können, sei für dual Studierende zur Finanzierung des Studiums eine große Hilfe.

Robin Gibas betonte, dass er für weitergehende Informationen jederzeit zur Verfügung stehe (robin.gibas@w-hs.de) und verwies auf die Informationen im Internet unter www.mein-duales-studium.de Das formale Verfahren zur Einstellung und Einschreibung dual Studierender sei gut durchstrukturiert und völlig unproblematisch. Ein Numerus Clausus bestehe hierbei nicht.

 

In der anschließenden Diskussion wurden vor allem auch die Vorteile für die Unternehmen im Rahmen einer längerfristig orientierten Personalentwicklungsstrategie angesprochen und es wurde deutlich, dass die Bindung an den jeweiligen Ausbildungsbetrieb in der Regel dauerhaft gut funktioniere. Andrea Severiens machte zusammenfassend darauf aufmerksam, dass das Duale Studium gerade auch für mittelständische Unternehmen zur längerfristigen Fachkräftesicherung eine interessante und bewährte Form der Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung ermögliche. Für den Studienort Ahaus, ergänzte WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider,  sei dies auch deshalb besonders bedeutsam, weil dort ausschließlich duale Studiengänge angeboten würden.

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Delicious Facebook Twitter Google Kledy LinkArena Mister Wong MySpace OneView StudiVZ Webnews Yahoo Yigg
Beitrag von: Wochenpost
Zurück

Einen Kommentar schreiben



Bitte geben Sie die Buchstabenreihe im unteren Bild in das Textfeld über dem Absenden-Button ein.





Es sind noch keine Leserkommentare vorhanden, warum schreiben Sie nicht den ersten?
Wochenpost Online - Gute Erfahrungen mit Dualem Studium gemacht